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Fachkonferenz

EINEWELT ohne Hunger ist möglich!

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit der Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann (rechts), und der Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nation (WFP), Ertharin Cousin

24.03.2015 |

Berlin – Anlässlich einer zweitägigen Fachkonferenz zum Thema "EINEWELT ohne Hunger ist möglich" hat es Bundesentwicklungsminister Müller als Skandal bezeichnet, dass noch immer 800 Millionen Menschen weltweit hungern und rund zwei Milliarden Menschen chronisch mangelernährt sind. Dies seien nicht hinnehmbare Zustände, so Minister Müller vor der Bundespressekonferenz, denn das Hungerproblem sei lösbar.

Das Bundesentwicklungsministerium setzt deshalb bei seiner Arbeit einen Schwerpunkt auf die Entwicklung ländlicher Räume und die Unterstützung von Kleinbauern. Mit zwölf Innovationszentren in Afrika und einem in Asien soll die Lebensmittelproduktion entlang der kompletten Wertschöpfungskette gestärkt werden.

Bundesminister Dr. Gerd Müller: "Es muss uns gelingen, bis 2030 eine Welt ohne Hunger zu schaffen. Dafür werden wir uns sowohl beim G7-Gipfel als auch in den Verhandlungen zu den UN-Nachhaltigkeitszielen stark machen."

Auf der zweitägigen Fachkonferenz des Entwicklungsministeriums sind zahlreiche, internationale Expertinnen und Experten zu Gast, darunter unter anderem die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, und die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nation (WFP), Ertharin Cousin, die sich gemeinsam mit Minister Müller den Fragen der Bundespressekonferenz stellten.

WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin: "2015 setzt die Welt Prioritäten und Ziele für eine Zukunft, wie wir sie anstreben. Zero Hunger – ein Ende des Hungers noch zu unseren Lebzeiten ist möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir die Schlüsselrolle von Frauen und Mädchen für Landwirtschaft und Ernährung anerkennen; wir müssen Kleinbauern befähigen, nachhaltig mehr zu produzieren und mehr zu verdienen; und wir müssen langfristig in lokale Lösungen für Hunger investieren. Wir begrüßen deshalb die Initiative des deutschen Entwicklungsministers, der mit seiner Initiative genau die richtigen Schwerpunkte setzt."

Kernpunkte der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger"

  1. Wir kämpfen gegen chronischen Hunger und gegen Mangelernährung. Alle Menschen müssen Zugang zu ausreichender und gesunder Nahrung haben, vor allem Schwangere, Mütter und Kleinkinder.
  2. Wir helfen Menschen, akute Hungersnöte besser zu bewältigen und künftige Hungersnöte zu vermeiden.
  3. Wir fördern Innovation im Agrar- und Ernährungssektor. Dabei nehmen wir den gesamten Weg eines Nahrungsmittels in den Blick – vom Acker über die Weiterverarbeitung bis zum Teller.
  4. Wir fördern ländliche Entwicklung und unterstützen einen ökologisch-sozialen Strukturwandel im ländlichen Raum.
  5. Wir schützen natürliche Ressourcen und fördern ihre nachhaltige Nutzung.
  6. Wir unterstützen die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel.
  7. Wir fördern faire und sichere Landeigentums- und Landnutzungsrechte, insbesondere für marginalisierte Gruppen.
  8. Wir stellen kleinbäuerliche Familienbetriebe in den Mittelpunkt und wirken gezielt auf eine Verbesserung der Stellung von Frauen hin.
  9. Wir erarbeiten Lösungen gemeinsam mit unseren Partnerländern und bauen auf Kooperationen mit Zivilgesellschaft, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft.
  10. Wir alle tragen Verantwortung, dass EINEWELT ohne Hunger Wirklichkeit wird. Die Politik, gesellschaftliche Organisationen, Unternehmen, aber auch jede und jeder Einzelne mit seinem Konsumverhalten.

In ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung investiert das BMZ jährlich deutlich über eine Milliarde Euro.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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