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UN-Weltbevölkerungsbericht 2015

Höheres Bevölkerungswachstum mit neuen Herausforderungen für die Entwicklungspolitik

Schulkinder in Neu Delhi, Indien.

31.07.2015 |

Der von den Vereinten Nationen vorgestellte Bericht zur Entwicklung der Weltbevölkerung (2015 Revision of the World Population Prospects) geht davon aus, dass im Jahr 2050 voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Damit korrigieren die UN-Bevölkerungsexperten ihre letzten Hochrechnungen aus dem Jahr 2013 um etwa 170 Millionen Menschen nach oben. Der Großteil des Bevölkerungswachstums wird demnach in den Entwicklungsländern stattfinden. Hohe Wachstumsraten wird es dabei in Afrika geben. Von heute etwa 1,2 Milliarden soll sich die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent bis 2050 auf rund 2,5 Milliarden Menschen mehr als verdoppeln.

Das BMZ arbeitet mit vielen dieser Länder zusammen. Die jüngsten Bevölkerungsprognosen verlangen nach innovativen Lösungen bei Ernährungssicherung, Infrastruktur, Bildung, Erhalt der Umwelt und der Gesundheitsversorgung.

Die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger ist der Beitrag des BMZ zur Sicherung der Ernährung für alle. Die Mittel für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung wurden auf insgesamt 1,4 Milliarden Euro pro Jahr erhöht. Jeder fünfte Euro des BMZ wird für die Hungerbekämpfung verwendet. Auf Initiative des BMZ steht die Ernäherungssicherung ganz oben auf der Agenda der deutschen G7-Präsidentschaft. Auf dem Gipfeltreffen in Elmau haben sich die G7-Staaten auf das Ziel verständigt, bis 2030 500 Millionen Menschen aus Hunger und Mangelernährung zu führen.

Mit der Initiative "Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit" gibt es ganz konkrete Angebote für die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit. Dazu gehören beispielsweise der Zugang zu modernen Methoden der Familienplanung und die Ausbildung von Hebammen. Hierfür stellt das BMZ jährlich 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2019 zur Verfügung.

Mit weiteren 600 Millionen Euro wird Deutschland die Impfallianz Gavi unterstützen und so dazu beitragen, dass bis 2020 weitere 300 Millionen Kinder gegen lebensgefährliche Krankheiten geimpft sind.

Zusätzlich zielt das Sonderprogramm "Gesundheit in Afrika" darauf ab, die Gesundheitssysteme der Partnerländer nachhaltig zu stärken und die Reaktion im Krisenfall zu verbessern. Schwerpunkte sind dabei Ausbildung, Aufklärung und Ausrüstung. Das Programm ist für 2015/16 mit bis zu 205 Millionen Euro ausgestattet.

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