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Ländliche Entwicklung

ECA, Deutschland und Weltbank starten neues Exzellenznetzwerk Landpolitik und Landverwaltung

Gemeinsame Pressemitteilung der UN Wirtschaftskommission für Afrika (ECA), der Weltbank und des BMZ


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Giovanie Biha, stellvertretende ECA-Exekutivsekretärin und Dr. Joachim von Amsberg, Vizepräsident der Weltbank anlässlich der Gründung eines neuen Exzellenznetzwerkes zur besseren Absicherung von Landrechten in Afrika (NELGA) in Addis Abeba

Pressemitteilung vom 13.07.2015 |

Addis Abeba – Die UN Wirtschaftskommission für Afrika (ECA), das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Weltbank haben heute eine Absichtserklärung unterzeichnet zur Gründung eines neuen Exzellenznetzwerkes zur besseren Absicherung von Landrechten in Afrika (NELGA). NELGA wird die Land Policy Initiative (LPI) ergänzen und unterstützen, in der sich die drei Partner AU Kommission (AUC), Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und ECA zusammengeschlossen haben.

Giovanie Biha, stellvertretende ECA-Exekutivsekretärin, begrüßte die Vereinbarung zur Gründung von NELGA. Sie sagte, damit werde eine Forderung der Agenda 2063 aufgegriffen, "Investitionen in Hochschulbildung, Wissenschaft, Technologie und Forschung zu fördern und zu erhalten." Sie hob hervor, dass die Partnerschaft der ECA-Strategie entspricht, Partnerschaften mit Entwicklungspartnern zu fördern, um Wissen zu schaffen, das durch eine solide Datenbasis untermauert ist, und Ergebnisse und bewährte Ansätze zu verbreiten, um Bodenpolitik besser zu entwickeln.

Der ebenfalls in der äthiopischen Hauptstadt bei der Unterzeichnung anwesende Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, lobte die NELGA-Initiative und sagte: "Ein sicherer Zugang zu Land und anderen natürlichen Ressourcen ist elementar wichtig für die Menschen im ländlichen Afrika. Dafür zu sorgen, dass Entscheidungsträger wissen, wie sie faire, transparente und entwicklungsorientierte Bodenpolitik auf partizipatorische Weise entwickeln, leistet einen entscheidenden Beitrag zu Ernährungssicherheit und Wachstum im landwirtschaftlichen Bereich, ganz besonders für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern."

Dr. Joachim von Amsberg, Vize-Präsident der Weltbank, betonte, dass bessere Landverwaltung eine kluge Investition in Entwicklung sei. Er sagte, dies könne Investitionen und landwirtschaftliche Produktivität fördern, sei wichtig für die Entwicklung des Finanzsektors und für kontrollierte Stadterweiterung und helfe den Ländern, Einnahmen zu erwirtschaften. "NELGA schafft konzeptionelle Kapazitäten, unterstützt Monitoring, fördert Politikdialog und begünstigt die Aufnahme von Landfragen in Länderstrategien. Damit wird NELGA dazu beitragen, wesentlich größere Investitionen in Maßnahmen zur Stärkung von Landverwaltung zu mobilisieren." Von Amsberg sagte weiter, dass "die Weltbank dieses Vorhaben voll unterstützt und dazu beitragen wird, Kapazitäten im Bereich Daten und Forschung zu schaffen."

NELGA wird die Agenda der Afrikanischen Union zu Landfragen unterstützen, insbesondere bei der Anwendung der "Framework and Guidelines on Land Policy in Africa" und der freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern. Die Initiative soll personelle und institutionelle Kapazitäten stärken im Hinblick auf die Entwicklung, Umsetzung und das Monitoring einer Bodenpolitik in Afrika, die Wirtschaftswachstum fördert, fair und gendersensibel ist und marginalisierten Gruppen besondere Aufmerksamkeit schenkt.

NELGA wird sich als Netzwerk führender afrikanischer Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen formieren und mit der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor, Praktikern aus dem Landbereich und Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um Lücken im Bereich Ausbildung, Statistik und Forschung zu Landverwaltung zu schließen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) setzt ein Stipendienprogramm um, das afrikanischen Forschern und Fachleuten für Landverwaltung neue Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten bieten wird.

Deutschland und die Weltbank bekräftigten zudem ihre Unterstützung für die Land Policy Initiative und riefen andere Partner dazu auf, sich an der Finanzierung von NELGA zu beteiligen und sicherzustellen, dass die Initiative sich selbst tragen kann, um ihre Mission zu erfüllen, Landrechte für alle Menschen zu sichern, insbesondere für Arme und Marginalisierte.

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