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Religion und Entwicklung

Parlamentarischer Staatssekretär Silberhorn und Weltbankpräsident Kim eröffnen internationale Konferenz in Washington


Von links nach rechts: Alex Thier, Planungschef der staatlichen amerikanischen Entwicklungsorganisation USAID, Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn, Jim Yong Kim, Präsident der Weltbank

08.07.2015 |

Über die Rolle von Religion für nachhaltige Entwicklung und Frieden beraten erstmalig – auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – die wichtigsten bilateralen Geber gemeinsam mit den Vereinten Nationen, Religionsvertretern und Nichtregierungsorganisationen. Zum Auftakt der Gespräche hat der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn gemeinsam mit Weltbankpräsident Kim heute eine internationale Konferenz zu Religion und Entwicklung in Washington, D.C., eröffnet.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Terroranschläge in Tunesien und dem wachsenden Einfluss des IS im Nahen Osten und Nordafrika sagte Silberhorn: "Wir dürfen das Feld nicht den Extremisten überlassen. Religion darf nicht Brandbeschleuniger, sondern muss Friedensbotschafter in Konflikten sein. Wir müssen deshalb stärker mit den moderaten Kräften ins Gespräch kommen und gemeinsam darüber nachdenken, wie Religion zu einer Kraft für nachhaltige Entwicklung und Frieden werden kann." In vielen Entwicklungsländern übernähmen Religionsgemeinschaften eine zentrale Funktion bei der Bereitstellung von sozialen Diensten – etwa bei Gesundheitsversorgung und  Bildung. "Da gibt es Synergien, die wir nutzen können. Wir werden das Potenzial von Religion in Zukunft stärker in unsere Entwicklungsstrategien einbauen."

Die Konferenz geht auf ein Treffen von Bundesminister Dr. Müller und Weltbankpräsident Kim mit Religionsvertretern in Berlin im Frühjahr letzten Jahres zurück. Eine Folgekonferenz ist für Februar 2016 in Berlin geplant.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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