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Auszeichnung

Engagement für irakische Folteropfer: Bundesminister Müller überreicht Bundesverdienstkreuz an Salah Ahmad


Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Vorsitzenden der Jiyan Foundation for Human Rights, Salah Ahmad, durch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller.

26.02.2015 |

Berlin – Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat am Nachmittag den Psychotherapeuten und Vorsitzenden der Jiyan Foundation for Human Rights, Salah Ahmad, im Namen des Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Die von Ahmad 2005 gegründete Organisation (ehemals Kirkuk Zentrum zur Traumabewältigung) hilft mit deutscher Unterstützung Überlebenden von Folter und Gewalt im Irak. Jährlich behandeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jiyan Foundation etwa 5000 Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Das Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin e.V. (bzfo) steht der Jiyan Foundation seit der Gründung mit engem fachlichen Kontakt als Partnerorganisation zur Seite.

Bundesminister Gerd Müller: "Wir erleben derzeit eine Flüchtlingskatastrophe von historischem Ausmaß: Mehr als 56 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht vor Krieg, Konflikten, Gewalt. Welche seelischen Wunden diese Menschen davongetragen haben, das sehen wir erst einmal nicht: Folter, Vergewaltigungen, das alltägliche Erleben von Morden und Töten. Genau solchen Menschen hilft die Jiyan Foundation – und Salah Ahmad persönlich: Menschen, die an Leib und Seele versehrt sind. Ich habe mir in Erbil im Nordirak und in Berlin selbst ein Bild von dieser Arbeit machen können – und bin davon zutiefst beeindruckt: Die Jiyan-Stiftung leistet Herausragendes – und ich freue mich, stellvertretend ihren Vorsitzenden dafür auszuzeichnen."

Die unabhängige Organisation war die erste Behandlungseinrichtung für Folterüberlebende im Irak. Unter der Leitung des Psychotherapeuten Salah Ahmad entstand ein Netzwerk aus Behandlungszentren in den nordirakischen Städten Kirkuk, Erbil, Sulaymaniyah, Halabja, Chamchamal und Duhok.

Das BMZ hat die Arbeit der Jiyan Foundation im Jahr 2014 mit über einer Million Euro gefördert. Ziel dieser Förderung ist es, für Überlebende schwerer Menschenrechtsverletzungen in  Flüchtlingslagern des Nordirak Zugang zu traumatherapeutischer Rehabilitation zu schaffen. Auch zukünftig plant das BMZ, die Arbeit der Stiftung zu fördern: Minister Müller kündigte an,  gerade die Behandlung von traumatisierten Frauen und Mädchen noch stärker zu unterstützen.

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