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Red Hand Day

Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten


Ehemaliger Kindersoldat in der Demokratischen Republik Kongo (2007)

12.02.2015 |

Weltweit werden bis zu 300.000 Kinder von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kämpfer oder Arbeitskräfte missbraucht und zu Gräueltaten gezwungen. Kindersoldaten werden durch ihre Erfahrungen stark traumatisiert und leiden unter den seelischen und körperlichen Folgen oft ein Leben lang. Die Situation von Mädchen ist dabei besonders dramatisch, denn sie werden in den Armeen und Rebellengruppen häufig Opfer sexueller Gewalt.

Die aktuellen Berichte aus dem Nordosten Nigerias über gezielte Angriffe auf Kinder sind besonders beunruhigend. Dort hat die Terrororganisation Boko Haram mehr als 300 Schulen schwer beschädigt oder zerstört. Hunderte Kinder wurden dabei getötet, verletzt oder entführt – viele davon als Kindersoldaten missbraucht.

Deutsche Entwicklungspolitik unterstützt ehemalige Kindersoldaten dabei, ihren Weg zurück in ein normales Leben zu finden. Viele dieser jungen Menschen sind im Krieg aufgewachsen und kennen Gewalt als einzigen Weg, Konflikte zu lösen. Die Rückkehr in ihre Familien und in ihre Heimat ist oftmals unmöglich, da sie dort nicht als Opfer, sondern als Täter angesehen werden. Das BMZ unterstützt deshalb vor allem die Reintegration, die Wiederaufnahme und Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldaten in ihre Familie und die Dorfgemeinschaft. Im Fokus steht auch die Schul- und Berufsausbildung für ehemalige Kindersoldaten. Hinzu kommen Projekte in der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie psychosoziale Betreuung und Traumabewältigung.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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