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Münchner Sicherheitskonferenz

Bundesminister Müller: Entwicklungspolitik hat große Bedeutung für globale Sicherheit


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf der Münchner Sicherheitskonferenz

11.02.2015 |

Bundesminister Dr. Gerd Müller hat als erster Entwicklungsminister an der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen und damit ein klares Signal für die wichtige Bedeutung von nachhaltiger Entwicklung für Stabilität und Sicherheit gesetzt. Die Krise in der Ukraine, jüngste Entwicklungen des dschihadistischen Terrorismus, aber auch die aktuellen Flüchtlingskatastrophen standen bei der Konferenz im Vordergrund.

Müller kritisierte in München das krasse Missverhältnis der weltweiten jährlichen Militärausgaben, die aktuell bei rund 1.750 Milliarden US-Dollar lägen, gegenüber den Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit, die sich gerade einmal auf rund 130 Milliarden US-Dollar beliefen.

Bei einer Diskussionsrunde zur weltweiten Flüchtlingskatastrophe mit dem Premierminister Libanons, Tammam Saib Salam, dem Außenminister Italiens, Paolo Gentiloni, und dem Hohen UN-Flüchtlingskommissar, António Guterres, sprach sich der Minister erneut dafür aus, die Aufnahmebereitschaft der EU zu erhöhen. Auch die umliegenden Aufnahmeländer syrischer Flüchtlinge wie Libanon dürften nicht im Stich gelassen werden.

Müller kündigte an, sich ein eigenes Bild von der Lage im Libanon machen zu wollen und die Hilfe deutlich zu erhöhen. "Sie haben mein Wort", versicherte er dem Premierminister Libanons.

Außerdem brachte der Minister eine "Weißhelmtruppe ziviler Einsatzhelfer" in die Diskussion, die für medizinische, humanitäre und entwicklungsorientierte Einsätze aufgebaut werden soll.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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