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UN-Klimakonferenz in Paris

180 Millionen mehr Menschen gegen Klimarisiken versichern

Deutschland unterstützt gemeinsam mit G7-Staaten die Klimarisikoversicherungsinitiative InsuResilience


Überschwemmung in Bangladesch

Pressemitteilung vom 05.12.2015 |

Paris – Um die Folgen des Klimawandels für die Menschen in den Entwicklungsländern abzumildern, verstärkt Deutschland sein Engagement für die Klimarisikoversicherungsinitiative InsuResilience. Gemeinsam mit Vertretern der G7-Staaten, der Versicherungswirtschaft, der Zivilgesellschaft und betroffenen Entwicklungsländern kündigte Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMZ, eine weitere Unterstützung von 420 Millionen US-Dollar für die Klimarisikoversicherungsinitiative InsuResilience an.

Thomas Silberhorn bei der Weltklimakonferenz am Samstag in Paris: "Wir müssen rechtzeitig Vorsorge treffen, um den Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, helfen zu können, wenn Dürren oder Überschwemmungen sie um ihre Existenzgrundlage bringen. Mit der jetzt beschlossenen Verstärkung der Mittel können wir etwa weitere 180 Millionen Menschen gegen Klimarisiken versichern. Damit haben wir bereits fast die Hälfte dessen erreicht, was sich die Initiative bis 2020 vorgenommen hat – weitere 400 Millionen Menschen in armen und gefährdeten Staaten zu versichern."

Klimarisikoversicherungen verteilen Risiken und Kosten von Extremwetterereignissen, die durch den Klimawandel häufiger und intensiver auftreten, auf möglichst viele Schultern. Auszahlungen an Regierungen oder individuelle Versicherungsnehmer, wie Bauern und Unternehmen, können beim Eintreten von Dürren, Überflutungen oder starken Wirbelstürmen für Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Tritt der Versicherungsfall ein, können zum Beispiel Ernteausfälle durch Lebensmittelkäufe kompensiert werden oder das Schulgeld für Kinder weiter bezahlt werden.

Regierungen werden durch Versicherungsauszahlungen in die Lage versetzt, ihrer Bevölkerung schnelle Hilfe, wie Lebensmittellieferungen oder den Wiederaufbau wichtiger Infrastruktur, zügig zukommen zu lassen.

InsuResilience wurde bereits auf dem G7-Gipfel im Juni dieses Jahres auf Initiative von Deutschland gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada, Italien und den USA auf den Weg gebracht. Mit der Initiative sollen 400 Millionen weitere Menschen bis 2020 in Entwicklungsländern Zugang zu Versicherungen gegen Extremwetterereignisse erhalten. Das entspricht fünfmal so vielen Versicherten wie heute. In Entwicklungs- und Schwellenländern waren bisher nur 100 Millionen Arme gegen Klimarisiken abgesichert. Mit der heute gemachten Zusage können weitere 180 Millionen Menschen unter der Schutz einer Klimarisikoversicherung kommen.

Um ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen, arbeitet die Initiative bereits jetzt eng mit der Versicherungswirtschaft und betroffenen Entwicklungsländern zusammen. Deutschland wird bis 2016 mehr als 150 Millionen Euro in die Initiative investieren. Die Klimarisikoversicherung ist ein starker Beitrag der Bundesregierung, Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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