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Frühjahrstagung der Weltbank

Bundesentwicklungsminister Müller fordert Umdenken der Weltbank: "Weg vom freien, hin zu einem fairen Handel"


Ursula Müller, Exekutivdirektorin bei der Weltbankgruppe, Weltbankpräsident Jim Yong Kim und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

19.04.2015 |

Washington – Zum Abschluss der Frühjahrstagung in Washington hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Weltbank dazu aufgerufen, sich weltweit für faire Arbeitsbedingungen einzusetzen:

"Die Weltbank als größter Entwicklungsfinanzierer hat großen Einfluss und kann das Schicksal von Millionen Menschen weltweit positiv verändern: Weg vom freien, hin zu einem fairen Handel. Und dabei wünsche ich mir einen entscheidenden Beitrag von der Weltbank. Erste und wichtigste Voraussetzung dafür sind klare Umwelt- und Sozialstandards. Hier steckt die Weltbank mitten in einem Reformprozess. Auch auf deutschen Druck hin ist sie dabei auf einem guten Weg und reagiert auf Fehler der Vergangenheit. Denn Standards sind immer nur so gut wie ihre Umsetzung. Ich bin zuversichtlich, dass die Weltbankgruppe dazugelernt hat: Richtlinien sind gut, Kontrolle ist besser."

Müller forderte beim "Development Committee", dem Treffen der 25 Gouverneure der Weltbank mit Weltbankpräsident Jim Kim, IWF-Chefin Christine Lagarde und VN-Generalsekretär Ban Ki-moon, eine neue Partnerschaft zwischen Industrieländern, Schwellen- und Entwicklungsländern und massive Investitionen, um das Ziel eines gerechter verteilten Wohlstandes, "shared prosperity" zu erreichen.

"Und wir müssen auch das wohl größte Problem bekämpfen, vor dem die Menschheit je stand, den Klimawandel. Nachhaltigkeit muss das oberste Gestaltungsprinzip der Weltbank sein: Keine Investitionen mehr, die die Umwelt schädigen und das Klima negativ beeinflussen. Wir brauchen Investitionen in nachhaltige Zukunft statt in fossile Vergangenheit."

Die diesjährige Frühjahrstagung der Weltbank widmete sich vor allem der Frage, wie der Kampf gegen die weltweite Armut und Entwicklung künftig finanziert werden kann.

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