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Afrika-Reise

Silberhorn in Kenia und Äthiopien: Stadtentwicklung und die Rolle von Religion in Konflikten stehen im Fokus


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn beim Tana Forum, der afrikanischen Sicherheitskonferenz im äthiopischen Bahir Dar

17.04.2015 |

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn ist derzeit auf einer viertägigen Reise in Kenia und Äthiopien unterwegs. In Kenia stand vor allem das Thema Stadtentwicklung im Mittelpunkt. Heute ist die Delegation in Äthiopien angekommen. Dort wird es um die Rolle von Religion in Konflikten gehen.

Silberhorn: "Das Morden im Namen von Religion muss ein Ende haben. Das macht der Anschlag vor zwei Wochen auf die Universität Garissa im Nordosten Kenias deutlich. Jetzt überlegt die kenianische Regierung, als Reaktion darauf das Flüchtlingslager Dadaab zu schließen. Damit wären 350.000 Flüchtlinge ohne Dach über dem Kopf. Wir brauchen daher dringend einen neuen Dialog zwischen Staat und moderaten religiösen Kräften. Religion darf nicht länger für terroristische Zwecke missbraucht werden oder zur Legitimation von Gewalt dienen."

Teilnehmer des Tana Forums, der afrikanischen Sicherheitskonferenz im äthiopischen Bahir Dar

In diesem Zusammenhang nimmt Silberhorn am Samstag zudem am Tana Forum, der afrikanischen Sicherheitskonferenz im äthiopischen Bahir Dar, zum Thema "Säkularismus und politisierter Glaube" teil. Das Tana Forum wurde 2012 auf Initiative der Afrikanischen Union nach dem Vorbild der Münchener Sicherheitskonferenz etabliert. Das BMZ berät das Forum, das alljährlich unter Beteiligung zahlreicher afrikanischer Staats- und Regierungschefs stattfindet, über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Am Donnerstag nahm Silberhorn in Nairobi/Kenia für Deutschland an der Vorbereitungssitzung zum 3. Weltsiedlungsgipfel "Habitat III" im Oktober 2016 teil. Silberhorn: "Bereits jetzt leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis 2030 wird der Anteil der Stadtbevölkerung laut Schätzungen der UN voraussichtlich auf über 60 Prozent steigen. Städte und Kommunen müssen daher als zentrale Entwicklungsakteure anerkannt werden. Die geplante "New Urban Agenda" muss dem Leitbild einer lebenswerten Stadt folgen und kreative Lösungen vorantreiben, die über fachliche und administrative Grenzen hinweg gehen."

Ziel von Habitat III ist es, eine "New Urban Agenda" als globalen Aktionsplan für die nächsten 20 Jahre zu verabschieden, der die nachhaltige Entwicklung von Städten fördern soll.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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