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Gesundheitssysteme stärken

BMZ baut Engagement im Gesundheitsbereich in Afrika aus


Familie in Buea, Kamerun.

16.04.2015 |

Berlin/Yaoundé – Bei einem Treffen mit Staatspräsident Paul Biya hat der BMZ-Afrikabeauftragte Günter Nooke am Donnerstag die Unterstützung von Gesundheitsvorhaben in Kamerun in Höhe von 16 Millionen Euro angekündigt.

Damit soll die Gesundheitssituation der Flüchtlinge im Norden des Landes verbessert und die Müttersterblichkeit verringert werden. Dazu werden Gesundheitseinrichtungen rehabilitiert und ausgerüstet, Hebammen ausgebildet und der Zugang zur medizinischen Versorgung für Mütter und Kinder verbessert. Zusätzlich wird Günter Nooke heute im Gespräch mit der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) 25 Millionen Euro für Gesundheitsvorhaben in Aussicht stellen. Dabei geht es um den Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten sowie um HIV/Aids-Programme in Zentralafrika.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) baut sein Engagement im Gesundheitsbereich in Afrika deutlich aus. Der großflächige Ausbruch einer Epidemie wie Ebola oder die hohe Mutter-Kind-Sterblichkeit in vielen afrikanischen Ländern sind symptomatisch für die oftmals schwachen Gesundheitssysteme vor Ort. Im Rahmen des Sonderprogramms "Gesundheit in Afrika" sollen daher afrikanische Partnerländer durch die Bundesrepublik Deutschland unterstützt werden, nachhaltig ihre Gesundheitssysteme zu stärken und die Reaktion im Krisenfall zu verbessern. Das Programm soll mit bis zu 205 Millionen Euro aus Mitteln der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit für 2015 und 2016 starten. Der regionale Schwerpunkt liegt auf den westafrikanischen Ländern, die von Ebola direkt betroffen sind, ihren Nachbarländern sowie Ländern mit sehr schwach ausgeprägten Gesundheitssystemen.

Schwerpunkte sind dabei Ausbildung, Aufklärung und Ausrüstung unter anderem durch:

  • Stärkung der regionalen Krisenreaktionsfähigkeit
  • Ausbildungsoffensive für Gesundheitsberufe
  • Ausbau der Partnerschaftsinitiative ESTHER mit Hochschulen und Kliniken
  • Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern
  • Förderung des Zugangs zu preisgünstigen Medikamenten und Impfstoffen

Die Verbesserung der Gesundheit und Stärkung nationaler Gesundheitssysteme ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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