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Bundesminister Müller und Gröhe reisen nach Westafrika: Gesundheitssysteme stärken – Folgen von Ebola bewältigen


Im Gespräch während ihres Fluges nach Ghana (von links nach rechts): Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Botschafter Walter Lindner, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie

07.04.2015 |

Berlin – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe starten heute zu einer viertägigen Reise (7. bis 11. April) in die westafrikanischen Länder Ghana und Liberia.

Sie werden von einer Delegation begleitet, zu der unter anderem die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar Wöhrl, Helmut Heiderich, MdB, die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, Johannes Richert vom Deutschen Roten Kreuz, Bernd Pastors von action medeor e.V. und der Ebola-Beauftragte der Bundesregierung, Botschafter Walter Lindner, gehören.

Themen der Reise sind vor allem die Stärkung der Gesundheitssysteme in Afrika und der Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie, an der bisher mehr als 10.000 Menschen gestorben sind.

Erstes Ziel ist die ghanaische Hauptstadt Accra. Ghana, das von der Ebola-Epidemie verschont geblieben ist, dient als Logistik-Stützpunkt für die Versorgung der am stärksten betroffenen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea. Die Epidemie hat die drei Staaten wirtschaftlich um fünf bis zehn Jahre zurückgeworfen.

In Ghana besucht die Delegation neben dem UN-Depot auch Laboreinrichtungen sowie Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, unter anderem in der beruflichen Ausbildung und in der Arzneimittelproduktion. Außerdem sind Gespräche mit Regierungsmitgliedern und dem derzeitigen Vorsitzenden der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, Staatspräsident John Dramani Mahama, geplant. Präsident Mahama hatte bei seinem Berlin-Besuch im Januar einen 6-Punkte-Plan von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Lehren aus der Ebola-Krise unterstützt.

Am Donnerstag und Freitag wird sich die Delegation in Liberia aufhalten. Neben Gesprächen mit Helfern im Kampf gegen Ebola ist der Besuch eines Krankenhauses in der Hauptstadt Monrovia vorgesehen. Geplant ist auch ein Treffen mit der liberianischen Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die 2011 für ihren Einsatz zur Beendigung des Bürgerkriegs mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Deutschland hat bisher 195 Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola in Afrika beigetragen.

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