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Lebensgrundlagen erhalten

"Biodiversität – unsere gemeinsame Verantwortung"

Entwicklungs- und Umweltministerium stellen gemeinsames Engagement zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen vor


Im Vorfeld der zwölften Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt erläuterten der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn und seine Kollegin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, die deutschen Maßnahmen zum Schutz der weltweiten Biodiverstität.

26.09.2014 |

Vom 6. bis 17. Oktober kommen die 194 Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu ihrer nächsten Konferenz im südkoreanischen Pyeongchang zusammen. Im Vorfeld stellten der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär im Entwicklungsministerium (BMZ), Thomas Silberhorn, und die Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tärin im Umweltministerium (BMUB), Rita Schwarzelühr-Sutter, den deutschen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Welt vor.

Silberhorn machte deutlich, dass der Verlust von biologischer Vielfalt die Lebensgrundlagen der Menschen bedroht. "Wir alle sind gemeinsam dafür verantwortlich, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Die Themen Bio­di­ver­si­tät und Ent­wick­lung gehören deswegen zusammen", so Silberhorn.

Gemeinsam setzen das Ent­wick­lungs- und das Umweltministerium die Zusage der Bundeskanzlerin aus dem Jahr 2008 um und stellen seit 2013 jährlich 500 Millionen Euro für den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen weltweit zur Verfügung. 2013 kamen mit 430 Millionen Euro rund 80 Prozent dieser Mittel aus dem Haushalt des BMZ.

Das BMZ unterstützt 44 Partner­länder beim Erhalt ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt und teils einzigartigen Ökosysteme. So werden beispielsweise über 350 Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche ungefähr so groß wie Deutsch­land und Frankreich zusammen unterstützt.

"In diesem Zusammenhang sehe ich die weitere Zunahme von Wilderei mit großer Sorge. Sie gefährdet nicht nur den Fortbestand von Elefanten und Nashörnern, sondern auch die Lebensgrundlage vieler Menschen, die zum Beispiel vom Naturtourismus leben", so Silberhorn. Das BMZ hat daher sein En­gage­ment in diesem Bereich stark ausgebaut – zum Beispiel in den Weltnaturerbestätten Serengeti und Selous in Tansania.

Neben Wäldern, der Lebensgrundlage von rund 1,6 Milliarden Menschen, sind auch Küsten- und Meeresökosysteme aus entwicklungspolitischer Sicht von besonderer Bedeutung. Intakte Küstenökosysteme schützen Menschen vor Klimarisiken wie etwa Sturmfluten und sind als "Kinderstube für Fische" unabdingbar für die weltweite Ernährungssicherheit.

Das umfassende En­gage­ment des BMZ und des BMUB ist in der gemeinsamen Broschüre "Bio­di­ver­si­tät – unsere gemeinsame Ver­ant­wor­tung" zusammengefasst.

Die Broschüre finden Sie hier: www.bmzde/biodiversitätserhalt (PDF 9 MB)

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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