Hauptinhalt

Podiumsdiskussion

"Globale Ver­ant­wor­tung be­ginnt bei uns selbst"

Bundes­präsident Gauck und Bun­des­mi­nis­ter Müller über Nach­hal­tig­keit in Deutsch­land

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesminister Gerd Müller vor Beginn der Podiumsdiskussion "Nachhaltige Entwicklung weltweit – was kann Deutschland beitragen?"

15.09.2014 |

Berlin – An­läss­lich der heutigen Veran­staltung "Nach­haltige Ent­wick­lung weltweit – was kann Deutsch­land beitragen?" im Berliner Spree­speicher haben Bun­des­präsident Joachim Gauck und Bun­des­mi­nis­ter Gerd Müller bei den Bür­gerin­nen und Bür­gern in Deutsch­land für mehr Nach­hal­tig­keit im eigenen Lebens­alltag ge­worben. Wirt­schaft­liche Ent­wick­lung, Schutz der Umwelt und soziale Ge­rech­tig­keit weltweit müssten Hand in Hand gehen, damit auch künf­tige Gene­ratio­nen auf diesem Plane­ten leben können.

In seinem Gruß­wort unter­strich Bundes­präsi­dent Gauck, dass Nach­hal­tig­keit immer mehr zu einem Quer­schnitts­thema werde: "Das geht über klassi­sche Ent­wick­lungs­po­li­tik hinaus. Die Grenzen zwischen Gebern und Neh­mern ver­schwim­men mehr und mehr. Wie wir die Erde zukunfts­fähig für kom­mende Gene­ratio­nen machen kön­nen, geht alle gemein­sam an."

Bun­des­mi­nis­ter Müller beton­te in seiner Eröffnungs­rede: "Noch nie in der Ge­schichte unseres Plane­ten waren die Schick­sale aller Menschen so un­trenn­bar mitein­ander verbun­den wie jetzt. Dieses gemein­same Schicksal auf einem immer dichter besie­delten Planeten bedarf neuer For­men der globalen Zu­sam­men­ar­beit: Vom Klima­schutz über die Welt­ernäh­rung bis hin zu einer gerech­teren Ein­kommens­verteilung. Würden alle Menschen auf unserer Erde nach den gleichen Konsum­mustern leben wie wir, bräuchten wir bereits heute drei Planeten."

In der an­schließen­den Podiums­dis­kussion ging es um die Ver­ant­wor­tung von Ver­brauche­rinnen und Ver­braucher sowie der Unter­nehmen am Beispiel der Be­klei­dungs­industrie.

Die Dis­kussion fand im Zusammen­hang mit der Erar­beitung eines neuen globalen Ziel­katalogs für nach­hal­tige Ent­wick­lung statt, auf den sich die Staaten­gemein­schaft im kom­menden Jahr einigen muss. Denn dann laufen die bisher geltenden Millenniums­ziele (MDGs) der Vereinten Nationen aus.

Deutsch­land bringt sich in die in­ter­natio­nale Debatte über den neuen Ziel­katalog mit starker Stimme ein. Das Thema Nach­hal­tig­keit steht auch auf der Agenda der deutschen G7-Präsi­dent­schaft ganz oben.

Bun­des­mi­nis­ter Müller hatte bereits vor einigen Mona­ten einen breit ange­legten gesell­schaft­lichen Dialog - "Zukunfts­charta EINE WELT – unsere Ver­ant­wor­tung" ins Leben gerufen über die Frage, wie die Bür­gerinnen und Bür­ger in Deutsch­land künftig leben wollen. Die Zukunfts­charta wird der Bundes­kanz­lerin am 24. November in Berlin feier­lich über­geben und soll ein sicht­bares Zeichen Deutsch­lands für den neuen Ziel­katalog der Verein­ten Nationen setzen.

Mehr über die Arbeit an der Zu­kunfts­charta erfahren Sie unter: www.zukunftscharta.de

Kurzlink zu dieser Meldung

Weitere Informationen

BMZ-Presseservice

Journalistinnen und Journalisten können sich hier in den BMZ-Presseverteiler aufnehmen lassen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen