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Fairer Handel

13. Aktions­woche des Fairen Han­dels in Berlin eröff­net

Mehr als 2.000 Veran­staltungen zeigen die viel­fältigen Gesichter des Fairen Handels


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn (Mitte) mit internationalen Gästen beim Auftakt der Fairen Woche in Berlin

12.09.2014 |

Berlin – Am heutigen Frei­tag startet die 13. Faire Wo­che, die größte Aktions­woche des Fairen Handels in Deutsch­land. Unter dem Motto "Ich bin Fairer Handel" werden bis zum 26. Sep­tember bundes­weit mehr als 2.000 Aktio­nen von Welt­läden, Super­märkten, Schulen, Gastro­no­men, Kir­chen- und Umwelt­gruppen, Ver­braucher­organi­satio­nen, Städten und Privat­per­sonen den Fai­ren Han­del sicht- und erleb­bar machen. Veran­stalter der Aktions­woche ist das Fo­rum Fairer Han­del in Ko­opera­tion mit TransFair und Welt­laden-Dach­verband. Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller hat die Schirm­herrschaft über­nom­men.

Thomas Silber­horn, Par­la­men­ta­rischer Staats­sekre­tär beim Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung: "Vom Kaffee über den Orangen­saft bis hin zur Schoko­lade. Wir kon­sumie­ren täg­lich Pro­dukte, die über tau­sende von Kilo­metern nach Deutsch­land impor­tiert werden. Mit dem Kauf fair gehan­delter Pro­dukte kann jeder Ein­zelne selbst dazu bei­tragen, dass die lokalen Produ­zenten am anderen Ende der Welt direkt von diesem Han­del profi­tieren."

Das BMZ unter­stütze daher seit langem den Fairen Handel und sehe darin ein wirkungs­volles Instru­ment der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit. Das BMZ selbst nimmt an der Aktions­woche aktiv teil. Zum wieder­holten Male beteiligt sich der Kantinen­pächter im Bonner Ministe­rium an der Fairen Woche und wird im Rah­men einer kulina­rischen Ent­deckungs­reise mit Fair­trade-Produk­ten die Aktion unter­stützen. Die Kantine bietet aber nicht nur zur Aktions­woche fair gehan­delte Produkte an, sondern hat diese auch regulär im Angebot.

Über die Wir­kungen des Fairen Han­dels und die vielen Gesichter, die er auch auf Seiten der Handels­partner hat, berich­tete Juan Aquino Vilchez von der perua­nischen Fair­trade-Bana­nen-Ko­opera­tive Acprobocea aus erster Hand. "Mit dem Fairen Han­del können wir end­lich planen. Gemein­sam erzielen wir bessere Preise, können umwelt­freundlich an­bauen und eine höhere Quali­tät an­bieten. Dies alles schafft für uns und unsere Kinder eine Pers­pektive", erklärte Vilchez.

Robin Roth, Vor­sitzen­der des Fo­rum Fairer Handel, stellte das starke Wachs­tum des Fairen Handels vor. "Seit Jahren verzeich­nen wir zwei­stellige Wachs­tums­raten in Deutsch­land, zuletzt auf gut 780 Millio­nen Euro", erklärte Roth. Das schaffe zum einen immer mehr Handels­part­nern welt­weit Perspek­tiven für die Gestal­tung ihrer Zukunft. "Auf der anderen Seite erreicht der Faire Handel so auch in Deutsch­land immer mehr Menschen – seien es Verbrauche­rinnen und Ver­braucher, die Pro­dukte mit einer hervor­ragen­den Qualität ge­boten be­kom­men, oder Schülerin­nen und Schü­ler, die im Unter­richt am Beispiel des Fairen Handels etwas über globale Zusammen­hänge lernen oder die rund 100.000 Men­schen, die sich für den Fairen Handel enga­gieren und so einen wichtigen Beitrag zum bürger­schaft­lichen En­gage­ment leisten."

Durch die wach­senden Ange­bote des Fairen Handels könnten so auch hierzu­lande immer mehr Men­schen sagen: "Ich bin Fairer Handel". An die Politik appellier­te er, die wichtige Un­ter­stüt­zung des Fairen Handels fort­zusetzen. Gleich­zeitig müsse darauf geachtet werden, dass durch handels­politische Maßnah­men Erfolge des Fairen Handels nicht wieder zunichte gemacht werden, sagte er mit Verweis auf die geplanten Wirtschafts­partnerschafts­ab­kommen zwischen der EU und einigen afrika­nischen Staaten.

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