Hauptinhalt

Regierungsgespräche

Drama­tische Flücht­lings­lage in Jor­danien: Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rium unter­stützt auf­neh­mende Ge­mein­den bei der Infra­stuktur


Bundesminister Dr. Gerd Müller im Gespräch mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie in Mafraq (Jordanien) im Februar 2014

12.09.2014 |

Berlin – Deutsch­land ver­stärkt seine Un­ter­stüt­zung für das von der syrischen Flüchtlingskrise stark be­lastete Jor­danien. Anlässlich der deutsch-jorda­nischen Re­gierungs­gespräche sagte Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller weitere Zu­schüsse in Höhe von 38 Millio­nen Euro zu, außer­dem kann das Land an Pro­gram­men für zins­vergünstigte Kredite teil­nehmen.

Jordanien und seine 6,5 Millionen Ein­woh­ne­rinnen und Ein­wohner haben weit über 600.000 syrische Flücht­linge auf­ge­nom­men. Die meisten leben in Städten und Gemein­den.

Minister Müller: "Jorda­nien und seine Ein­wohner leisten einen außer­ordent­lichen Einsatz bei der Auf­nahme und Hilfe für Flücht­linge aus dem Nach­bar­land Syrien. Seit meinem letzten Besuch in Jorda­nien im Februar hat sich die Lage noch­mal drama­tisch ver­schärft. In den vergan­ge­nen Mona­ten haben weitere 20.000 Men­schen aus Syrien Zu­flucht gefunden. Fast die Hälfte der Flücht­linge sind Kinder. Die auf­nehmen­den Ge­meinden leisten Heraus­ragen­des, des­halb unter­stützen wir sie beim Auf­bau der nötigen Infra­struk­tur."

Am Mittag traf Minister Müller die jorda­nische Dele­gation unter Leitung von Dr. Saleh Kharabsheh, Staats­sekre­tär im jorda­nischen Planungs­ministerium, zum Ab­schluss der deutsch-jorda­nischen Re­gierungs­gespräche.

Deutsch­land hilft Jorda­nien vor allem bei der Trink­wasser­ver­sorgung der Gemeinden, dem Bau von Wasser­leitungen und Klär­anlagen sowie der Abfall­ent­sorgung.

Jordanien ist eines der wasser­ärmsten Länder der Erde. Durch die Flücht­lings­krise müssen die knappen Ressour­cen täglich für noch mehr Menschen aus­reichen. Etwa 80 Prozent der Flücht­linge aus dem benach­barten Syrien sind in jorda­nischen Städten und Gemeinden unter­ge­kommen, vor­wiegend im Norden des Landes.

Die Ein­wohner­zahlen in vielen dieser Gemeinden haben sich inner­halb eines Jahres ver­doppelt. Die ohne­hin prekäre Infra­struk­tur zur Versor­gung der Bevöl­kerung mit Wasser, Energie, Gesund­heit und Bil­dung erreicht damit die Grenzen der Belast­barkeit. Das betrifft beson­ders den Wasser­sektor.

Kurzlink zu dieser Meldung

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen

BMZ-Adventskalender 2017

Gewinnen Sie 24 Einblicke in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und mit etwas Glück eine Überraschung!

Hier geht es zum BMZ-Adventskalender 2017!