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Soziale Sicherung

BMZ warnt vor dramatischem Anstieg weltweiter Altersarmut


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn (rechts) mit Michael Bünte von der Nichtregierungsorganisation HelpAge

28.10.2014 |

2050 werden voraussichtlich mehr als zwei Milliarden Frauen und Männer über 60 Jahre alt sein – die meisten davon in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Welt wird älter – das ist Erfolg guter Entwicklung und eine große Chance. Aber fast alle Staaten stehen vor riesigen Herausforderungen, um ihrer Bevölkerung ein Altern in Würde zu ermöglichen. Deshalb hat das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) mit der Versicherungsgesellschaft Allianz und der Nichtregierungsorganisation HelpAge rund 130 Expertinnen und Experten aus Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa eingeladen, um in Berlin zwei Tage über Lösungsansätze zu diskutieren.

"Das BMZ baut sein Engagement für Alterssicherung deutlich aus", betonte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn in seiner Eröffnungsrede zur Konferenz "Thanks, Otto! 125 years of pensions and new global perspectives", die zum 125-jährigen Jubiläumsjahr der von Otto von Bismarck eingeführten deutschen Rentenversicherung stattfindet.

Als Erster unterzeichnete Silberhorn einen Aufruf der Teilnehmenden der Konferenz, die internationale Kooperation auf diesem Feld deutlich zu verstärken (Berlin Communiqué on pensions October 2014). Er nahm zudem eine von 8.000 Unterschriften getragene Petition entgegen, die den Einsatz afrikanischer Großmütter für AIDS-Waisen würdigt, obwohl diese "stillen Heldinnen" selbst von Altersarmut bedroht sind.

Tatsache ist, dass ein Großteil der Menschen heute über keine oder nur eine prekäre Alterssicherung verfügt. Frauen sind besonders betroffen. In vielen Entwicklungsländern ist der Aufbau von Rentensystemen schon deshalb schwierig, weil formell registrierte Beschäftigungsverhältnisse selten sind.

Die Konferenz will bei diesen Fragen einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern erreichen. Denn fest steht, dass Alterssicherung ein Feld ist, auf dem alle Länder regelmäßig Reformen brauchen, um demographischen Veränderungen zu begegnen.

Weitere Informationen zur Konferenz (englisch) finden Sie hier.

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