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World Health Summit

Klimawandel ist besondere Herausforderung für Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern


Laborant in einem Krankenhaus in Somalia.

20.10.2014 |

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Thomas Silberhorn sprach heute beim World Health Summit in Berlin zu den Folgen des Klimawandels für die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern.

Thomas Silberhorn: "Gerade die ärmsten Länder mit schwachen Gesundheitssystemen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Naturkatastrophen werden mehr Menschenleben kosten als bisher. Krankheiten wie Malaria und Dengue werden zunehmen, weil die übertragenden Mücken sich bei höheren Temperaturen weiter ausbreiten. Und es wird zu mehr Durchfallerkrankungen kommen, wenn durch Dürren und Überschwemmungen weniger sauberes Trinkwasser verfügbar ist.

Bei der Unterstützung der Gesundheitssysteme in unseren Partnerländern müssen wir daher ganz gezielt die neuen Herausforderungen durch den Klimawandel berücksichtigen. Hierbei arbeiten wir seit 2013 in einem Pilotprojekt eng mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen. Wir unterstützen mehrere Länder in Afrika und Asien bei der Erstellung nationaler Analysen und Anpassungsstrategien.

Wir wollen, dass alle Menschen weltweit Zugang zu einer umfassenden, qualitativ angemessenen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung haben. Dafür investieren wir rund 750 Millionen Euro im Jahr – drei Mal mehr als vor 10 Jahren.

Weil uns die Kindergesundheit besonders wichtig ist, hat sich Deutschland bereit erklärt, Ende Januar 2015 Gastgeber der Wiederauffüllungskonferenz der globalen Impfallianz GAVI zu sein. Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft werden auch die wichtigen Gesundheitsthemen wie antimikrobielle Resistenzen und vernachlässigte Tropenkrankheiten hoch auf der internationalen Agenda stehen. Ebola zeigt uns schmerzlich, dass wir seltene Krankheiten nicht länger vernachlässigen dürfen."

Deutschland ist bereits jetzt der zweitgrößte Geber weltweit in der Klimafinanzierung und hat die öffentlichen Leistungen in den letzten zehn Jahren auf rund 1,8 Milliarden Euro vervierfacht.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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