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Africa Energy Outlook

Energieversorgung in Afrika stärken – Armut bekämpfen

Thomas Silberhorn stellt neuen "Africa Energy Outlook" vor

Solaranlage in Tsumke, Namibia

17.10.2014 |

Berlin – Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, hat heute gemeinsam mit dem Chefökonomen der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, den ersten "Africa Energy Outlook" vorgestellt. Anlässlich des heutigen internationalen Tages für die Beseitigung von Armut verdeutlichte Silberhorn, dass Energieversorgung und Armutsbekämpfung in Afrika in engem Zusammenhang stehen.

Silberhorn: "Um die Lebensperspektiven der Menschen in Afrika zu verbessern, ist eine funktionsfähige Energieversorgung von entscheidender Bedeutung. Nur mit Energie können Betriebe produzieren, entstehen Arbeitsplätze, können Lebensmittel verarbeitet, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen betrieben und sauberes Trinkwasser bereitgestellt werden."

Über 600 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner haben keinen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen. Zudem ist die Datenlage zu lokalen Energiemärkten in Subsahara-Afrika oft sehr lückenhaft.

Projektmitarbeiter erläutern die Funktionsweise einer Solarzelle in Gitega, Burundi.

Der neue "Africa Energy Outlook", der mit finanzieller und fachlicher Unterstützung des BMZ erstellt wurde, analysiert die aktuelle Lage im afrikanischen Energiesektor und entwickelt Zukunftsperspektiven. Der Bericht ist Teil der jährlichen Flaggschiff-Publikation der IEA, des "World Energy Outlook 2014".

Silberhorn: "Ich bin überzeugt, dass die Ergebnisse dieses Berichts einen wichtigen Beitrag für die globalen Bemühungen liefern werden, allen Menschen Zugang zu Energie zu verschaffen und den Energiesektor auf dem afrikanischen Kontinent effektiver zu planen."

Für die deutsche Entwicklungspoltik ist der Auf- und Ausbau des Energiersektors in Afrika ein wichtiger Schwerpunkt. Im Fokus stehen Armutsbekämpfung und wirtschaftliche Entwicklung, aber auch Umwelt- und Klimaschutz. Das BMZ setzt dabei auf den Dreiklang: Zugang zu nachhaltiger Energie, Förderung von erneuerbaren Energien und Verbesserung der Energieeffizienz. In Uganda zum Beispiel haben nur drei Prozent der Bevölkerung in den ländlichen Regionen Zugang zu moderner Energie. Mit deutscher Unterstützung entstehen in der Westnilregion zwei Wasserkraftwerke, 300 Kilometer neue Stromleitungen und netzungebundene Solarsysteme. 120 soziale Einrichtungen, 2.800 Haushalte und kleine Gewerbebetriebe wurden bereits elektrifiziert.


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