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Welternährungstag

Minister Müller zum Welternährungstag: Nahrung Fundament jeder Entwicklung


Feldarbeit auf einer kleinbäuerlichen Farm in Ishiara, Kenia

15.10.2014 |

Berlin – Anlässlich des morgigen Welternährungstages hat Bundesminister Dr. Gerd Müller die Versorgung der Menschen mit Nahrung als Grundvoraussetzung für jede gesellschaftliche Entwicklung hervorgehoben.

Minister Müller: "Dass immer noch mehr als 800 Millionen Menschen weltweit unter akutem Hunger leiden und mehr als eine Milliarde Menschen chronisch mangelernährt sind, ist ein ungeheuerlicher Skandal. Während in vielen westlichen Ländern ein Viertel aller Lebensmittel im Müll landet, muss weltweit jeder achte Mensch abends hungrig schlafen gehen. Wir wissen, dass ein Kind, das in seinen ersten zwei Lebensjahren nicht ausreichend mit Nahrung versorgt wird, später sehr schlechte Entwicklungschancen hat. Nicht nur die Zukunft dieses Kindes, sondern auch die Entwicklung ganzer Gesellschaften hängt von einer guten Ernährungssituation der Menschen ab. Eine Welt ohne Hunger – das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber gemeinsam können wir das schaffen."

Das BMZ trägt mit einem beträchtlichen Teil seiner Finanzmittel – mehr als eine Milliarde Euro jährlich – zur Bewältigung dieser Herausforderung bei. Mit der neu ins Leben gerufenen Sonderinitiative "Eine Welt ohne Hunger" wird die Arbeit in den Bereichen Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und Landwirtschaftsförderung weiter ausgebaut.

Ein besonderer Fokus liegt auf Afrika, wo die Zahl der Hungernden weiter ansteigt. Die meisten Länder der Erde wären aufgrund der natürlichen Gegebenheiten in der Lage, ihre Bevölkerung selbst zu ernähren. Neben Verteilungsfragen und politischen Rahmenbedingungen ist aber oftmals auch das fehlende Wissen über moderne Produktionsmethoden ein Grund, warum Menschen hungern. Dies wird der Minister mit zehn Innovationszentren in unterschiedlichen ländlichen Regionen Afrikas beispielhaft ändern.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besucht das Institut für angewandte Agrarforschung und Ausbildung in Katibougou, Mali.

Hier geht es um den Aufbau einer umweltverträglichen und zugleich wirtschaftlich rentablen Landwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Acker bis zum Teller. Ein erstes Zentrum hat Minister Müller in Mali eingeweiht.

Im Kampf gegen den Hunger gibt es aber auch Erfolge zu verzeichnen. So ist in den letzten 20 Jahren die Zahl der Hungernden weltweit um rund 200 Millionen Menschen zurückgegangen. Damit rückt auch das Millenniumsentwicklungsziel, bis 2015 die Zahl der Hungernden zu halbieren, in Reichweite.


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