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Krise in der Ukraine

Bundesentwicklungsminister Müller reist für zwei Tage in die Ukraine

"Wir stärken die Entwicklungszusammenarbeit mit der Ukraine – gerade jetzt in der Krise"


Bundesminister Gerd Müller vor einem Lkw des deutschen Hilfstransports für winterfeste Unterkünfte in der Ostukraine

13.10.2014 |

Berlin/Kiew – Angesichts der Krise in der Ukraine hat die Bundesregierung ihre Unterstützung für das Land in diesem Jahr auf rund 70 Millionen Euro aufgestockt und auf die Versorgung von Binnenflüchtlingen erweitert. Im Rahmen seines zweitägigen Besuchs in der Ukraine wird sich Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller daher auch ein Bild von der Lage der Flüchtlinge aus dem Osten der Ukraine machen. Minister Müller: "Deutschland unterstützt die Ukraine seit fast zwei Jahrzehnten beim Aufbau der Infrastuktur in den Regionen. Wir haben damit ein gutes Netzwerk, über das wir den Menschen in der Ukraine gerade jetzt in der Krise zur Seite stehen."

Neben politischen Gesprächen mit Vizepremier Wladimir Groisman und mit dem amtierenden Wirtschaftsminister Valerij Pjatnizki steht heute ein gemeinsamer Besuch Müllers mit dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Unabhängigkeitsplatz Majdan auf dem Programm.

Am Nachmittag wird Müller das Logistikzentrum besuchen, in dem der deutsche Hilfstransport für winterfeste Unterkünfte in der Ostukraine in den vergangenen Tagen zur Weiterverladung eingetroffen ist.

Über 100 Lkw hatten erste Wohneinheiten, mobile Küchen, Generatoren, Warmwasserspeicher, Wasser- und Dieseltanks, Hygienekits, Feldbetten, medizinische Ausstattung und Verbrauchsgüter für die Binnenflüchtlinge im Osten des Landes von Deutschland in die Ukraine gebracht.

In enger Abstimmung mit den Gemeinden vor Ort werden die Waren aus Deutschland derzeit nach den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort neu zusammengestellt und mit Unterstützung des ukrainischen Roten Kreuzes in die Ostukraine geliefert.

Zielorte sind die Städte Charkiw, Slawjansk, Mariupol, Saporoshje und Dnipropetrowsk. In der Ukraine selbst wurden zusätzlich Betten, Tische, Schränke, Winterbekleidung, Matratzen, Decken und Haushaltsgeräte im Wert von 2,7 Millionen Euro gekauft und hinzugeladen. Insgesamt beträgt der Wert des Unterstützungstransports rund 10 Millionen Euro.

Am morgigen Dienstag wird Minister Müller im ostukrainischen Charkiw gemeinsam mit Vertretern der ukrainischen Behörden, der Stadt, des staatlichen Katastrophenschutzes und des Ukrainischen Roten Kreuzes eine erste Teillieferung an seinem Bestimmungsort in Empfang nehmen.

"Der Winter steht unmittelbar bevor, deswegen war es uns als Bundesregierung wichtig, auf schnellstem Weg Unterstützung auf den Weg zu bringen. Hunderttausende Menschen sind aus dem Krisengebiet im Osten der Ukraine in die benachbarten Regionen geflohen und haben dort Zuflucht gefunden", so Müller.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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