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Regierungsverhandlungen

Entwicklungszusammenarbeit mit Marokko: Ausbau erneuerbarer Energien im Fokus

Die deutsche und die marokkanische Delegation unter Leitung der BMZ-Referatsleiterin Bettina Horstmann und des marokkanischen Botschafters Abdeljalil Saubry

10.10.2014 |

Rabat – Vom 9. bis 10. Oktober haben in der marokkanischen Hauptstadt Rabat Regierungsverhandlungen über die künftige Ausgestaltung der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Marokko stattgefunden.

Die deutsche Entwicklungspolitik setzt dabei an den zentralen Entwicklungshemmnissen Marokkos an: eine wachsende Nachfrage nach Energie bei großer Rohstoffknappheit und Abhängigkeit von importierten Energiequellen. Problematisch sind zudem die begrenzten und ökologisch belasteten Wasserressourcen des Landes sowie eine hohe Arbeitslosigkeit, von der vor allem Jugendliche betroffen sind.

Ziel des deutschen Engagements ist es, Marokko bei einem ressourceneffizienten sowie sozial und ökologisch ausgewogenen Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Dafür erhält das Land für die kommenden zwei Jahre Zuschüsse in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Außerdem werden Marokko in den Bereichen erneuerbare Energien und Wasser Entwicklungskredite zugesagt.

Windpark Tanger

So unterstützen wir Marokko beispielsweise beim Aufbau von sechs Solarkraftwerken mit insgesamt mindestens 1.200 Megawatt Leistung. Mit der Inbetriebnahme dieser Anlagen kommt Marokko dem Ziel, bis 2020 42 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien zu generieren, entscheidend näher.

König Mohammed VI. hat seit seinem Amtsantritt 1999 einen Modernisierungskurs eingeschlagen. Eine politische und soziale Öffnung ist spürbar. In einem sich sicherheitspolitisch verschlechternden regionalen Umfeld wächst damit die politische Bedeutung Marokkos. Das Land bleibt weiterhin ein stabiler und zuverlässiger Partner in der Region.

Marokko zählt zu den Ländern, die auch im Rahmen der neuen Sonderinitiative des BMZ zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost unterstützt werden. Dreieinhalb Jahre nach Beginn des "Arabischen Frühlings" stehen die europäischen Nachbarregionen am Scheideweg: Millionen Menschen sind dort von den Auswirkungen des Umbruchs direkt betroffen. Ziel der Sonderinitiative ist es, Länder wie Marokko gezielt bei ihrem Transformationsprozess zu unterstützen, beispielsweise mit Wirtschaftsförderung oder Programmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.


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