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25 Jahre Kinderrechtskonvention

Kinder- und Jugendrechte weltweit durchsetzen!

Jugendliche einer Delegation von Plan International Deutschland e.V. überreichen dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel ihre Fingerabdrücke.

26.11.2014 |

Berlin – Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der VN-Kinderrechtskonvention hat gestern eine Jugenddelegation des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland e.V. dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, ihre Fingerabdrücke überreicht. Mit der Initiative "Make me visible" machten sie symbolisch darauf aufmerksam, dass weltweit jedes Kind das Recht hat, in ein Geburtenregister eingetragen zu werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn (rechts) mit Anthony Lake, Exekutivdirektor des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF)

Die Aktion war der Abschluss eines ganztägigen Expertenforums, zu dem der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ, Thomas Silberhorn, rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Wirtschaft und Wissenschaft sowie zahlreiche Jugendliche eingeladen hatte, darunter auch Anthony Lake, Exekutivdirektor des VN-Kinderhilfswerks (UNICEF).

In seiner Einführungsrede hob Thomas Silberhorn die großen Fortschritte hervor, die seit der VN-Kinderrechtskonvention zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern auf der ganzen Welt erreicht worden sind. Mit der Verabschiedung der Konvention vor 25 Jahren wurden Kindern zum ersten Mal eigene Menschenrechte zugesprochen, unter anderem das Recht auf einen Namen, auf Gesundheit, Bildung, Spiel und Freizeit, auf freie Meinungsäußerung und eine gewaltfreie Erziehung.


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn im Gespräch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Expertenforums

Silberhorn machte aber auch deutlich, dass längst noch nicht alle Erwartungen erfüllt seien. In vielen Entwicklungsländern würden die Rechte von Millionen von Kindern immer noch auf vielfältige Weise verletzt.

Gründe hierfür sind insbesondere Armut, schlechte Regierungsführung und fehlende Bildungsangebote, aber auch Konflikte und Vertreibung. Mehr als 20 Millionen Kinder weltweit befinden sich auf der Flucht, etwa 250.000 Kinder werden als Soldatinnen und Soldaten missbraucht, 168 Millionen Kinder müssen arbeiten, teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen. Geschätzte 57 Millionen Kinder im Grundschulalter können nicht zur Schule gehen.

Kinder und Jugendliche bilden in fast allen Entwicklungsländern die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe. Sie sind wichtige Hoffnungsträger für die Zukunft ihrer Länder. In der deutschen Entwicklungspolitik stehen sie deswegen als Zielgruppe besonders im Fokus, sei es in bilateralen Projekten wie auch in der multilateralen Zusammenarbeit. UNICEF ist dabei ein wichtiger Kooperationspartner.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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