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Afghanistan-Reise

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Afghanistan: "Wir sind weiterhin ein verlässlicher Partner"


Projektbesuch in der Berufsschule „Afghan Technology Institute“ in Kabul: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit Ausbildern

18.11.2014 |

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller ist am frühen Dienstagmorgen in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen, um als erstes Mitglied der Bundesregierung persönliche Gespräche mit dem neuen afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani und dem Regierungsvorsitzenden Abdullah Abdullah zu führen. Begleitet wird Müller unter anderem von Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU), MdB.

Müller sagte zum Auftakt: "In diesen schwierigen Zeiten des Umbruchs kann Afghanistan auf uns zählen: Wir sind auch weiterhin ein verlässlicher Partner und lassen das Land nicht im Stich. Unsere Entwicklungszusammenarbeit wird auch nach dem Ende der ISAF-Mission weitergehen. Im Gegenzug erwarten wir von der neuen afghanischen Regierung glaubwürdige Reformen – zum Beispiel zur Bekämpfung von Korruption und Drogenanbau – und ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten. Denn, das möchte ich in aller Deutlichkeit betonen: Ein Teil unserer Zusagen wird auch in Zukunft an Reformfortschritte im Land gebunden sein."

Müller wird außerdem mit Vertretern deutscher Entwicklungsorganisationen und der internationalen Gemeinschaft zusammentreffen. Weiterhin geplant ist der Besuch einer aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Berufsschule.

"Wenn es uns nicht gelingt, den jungen Menschen eine Perspektive aufzuzeigen, dann werden wir den Kreislauf der Gewalt nicht durchbrechen. Deswegen müssen wir gerade ihnen Chancen bieten, sich beruflich eine Zukunft aufzubauen. Genau hier setzen wir mit unserer neuen gemeinsamen Entwicklungsstrategie an und beginnen damit ein neues Kapitel in unserer Zusammenarbeit: Wir bauen auf den bewährten Schwerpunkten auf und setzen zugleich neue Akzente für eine verlässliche Partnerschaft. Wir bieten weiter unsere Unterstützung an, um die staatlichen Institutionen zu stärken und den vielen jungen Männern und Frauen eine wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Zukunft zu eröffnen."

Afghanistan ist trotz erheblicher Entwicklungserfolge in den letzten Jahren weiterhin eines der ärmsten Länder der Welt. Deutschland stellt jährlich 430 Millionen Euro für die Entwicklung Afghanistans zur Verfügung, davon 250 Millionen Euro aus Mitteln des BMZ. Mit diesen Geldern werden Projekte und Programme zur Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung, zur Stärkung von Bildung und Ausbildung, zum Aufbau von Rechtsstaat und Verwaltung sowie zur Verbesserung der Energie- und Wasserversorgung finanziert.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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