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Bun­des­mi­nis­ter Müller und Schmidt eröffnen Mit­glieder­ver­sammlung des "Forums Nach­haltiger Ka­kao"


Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung und Christian Schmidt, Bun­des­mi­nis­ter für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft, eröffnen gemeinsam die Mit­glieder­ver­sammlung des "Fo­rums Nach­hal­tiger Kakao".

13.05.2014 |

Dr. Gerd Müller, Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung und Christian Schmidt, Bun­des­mi­nis­ter für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft, haben heute in Berlin gemein­sam die Mit­glieder­ver­sammlung des "Fo­rums Nach­hal­tiger Kakao" er­öffnet.

Um die vielen Ein­zel­akti­vitäten für Ver­besserun­gen im Kakao­an­bau zu bün­deln, hatte die Bun­des­re­gie­rung vor zwei Jahren die rele­van­ten Ak­teure aus der Süß­waren­in­dustrie, dem Einzel­han­del und der Zivil­ge­sell­schaft an einen Tisch ge­holt. Dazu zäh­len auch Or­ga­ni­sa­ti­o­nen, die sich spe­ziell für die Ein­haltung von Um­welt- und Sozial­stan­dards ein­setzen, wie bei­spiels­weise Fairtrade. Der Zu­sam­men­schluss zählte rund 80 Mit­glieds­organi­sa­tionen und stellt sich nun als Verein "Fo­rum Nach­hal­tiger Ka­kao e.V." neu auf. Der Verein setzt sich für Ver­besserun­gen der Lebens­be­din­gungen der Kakao­bauern und die Stei­gerung des An­teils nach­hal­tig er­zeug­ten Kakaos ein.

Vor der ge­mein­samen Eröff­nung der Mit­glieder­ver­sammlung sagte Mi­nister Müller: "Nur wenn Kakao­bauern faire, existenz­sichern­de Ein­kommen er­zielen, können ihre Kinder zur Schule gehen. Des­halb müssen wir alles daran setzen, dass vom Preis einer Scho­kolade mehr beim Bauern an­kommt. Wir als reiche In­dustrie­na­tion – und damit meine ich explizit auch In­dustrie und Han­del – stehen in der Ver­ant­wor­tung, die Ein­kommens­chancen und den Um­welt­schutz im Kakao­an­bau zu ver­bessern."

Bundes­agrar­minister Christian Schmidt be­tonte die wach­sende Be­deu­tung sozialer und ökolo­gischer Fragen für die Ver­braucher: "Deutsch­land trägt als welt­weit zweit­größter Verar­beiter von Kakao eine beson­dere Ver­ant­wor­tung. Wir freuen uns daher sehr über die Bereit­schaft aller wich­tigen Ak­teure im Kakao­sektor, sich mit ihrer Mit­glied­schaft im Verein auch ver­bind­lich zu enga­gieren. Dies stellt das Fo­rum Nach­hal­tiger Kakao auf eine solide Grund­lage. Außer­dem: Nur durch eine nach­hal­tige Er­zeu­gung kann die Wirt­schaft dauer­haft ihren Roh­stoff­bedarf sichern. Das Erfolgs­rezept des Forums liegt darin, zwischen Mensch­lich­keit und öko­no­mischen In­teressen Brücken zu bauen. Das kommt auch beim Kun­den an."

Beide Bun­des­mi­nis­ter hoben die Bedeutung der Zu­sam­men­ar­beit mit den Regierungen der Erzeugerländer hervor. Nur so könne sichergestellt werden, dass sich dauerhaft vor Ort die Lebensverhältnisse der Bauern verbessern und auch die notwendige Infra­struk­tur geschaffen wird. Die beiden Ressorts haben am 29. April 2014 mit Coté d’Ivoire dazu eine "Gemeinsame Ab­sichts­er­klärung zur Zu­sam­men­ar­beit im Kakaosektor" unterzeichnet. Diese ist die Basis für das En­gage­ment des Forums vor Ort.

Der Kakaoanbau wird zu 90 bis 95 Prozent durch Kleinbauern betrieben – auf Flächen zwischen ein bis drei Hektar Größe. Der Kakao ist oftmals die einzige Einnahmequelle dieser Familien­betriebe. Die Mehrheit der Kakaobauern und ihrer Familien­mit­glieder lebt unterhalb der Armuts­grenze von zwei US-Dollar pro Tag und Person. Kinderarbeit ist in einigen Regionen daher immer noch weit verbreitet. Und auch die Umwelt leidet unter schädlichen Praktiken.

Etwa 10 Prozent der weltweiten Kakaoernte wird in Deutsch­land verarbeitet. Über die Hälfte der Nettoeinfuhren von Kakao in Deutsch­land kommen dabei aus der Côte d' Ivoire. Die Süß­waren­industrie ist die dritt­größte Branche der deutschen Er­nährungs­in­dus­trie und er­wirtschaftet rund 10 Prozent ihres Umsatzes.

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