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Weltwassertag

Silberhorn zum morgigen Welt­wasser­tag: Ohne Wasser und Ener­gie keine Nahrung!

Staatssekretär Thomas Silberhorn und Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH)

21.03.2014 |

Berlin – Anlässlich des morgigen Welt­wasser­tages betont der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär im BMZ, Thomas Silberhorn, das Recht aller Men­schen auf Wasser.

Im Rahmen eines Treffens mit dem Netzwerk für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sagte Silberhorn: "Jeder Mensch hat ein Recht auf Wasser. Wasser ist unser wichtigstes Gut – für den Anbau von Nahrungs­mitteln, für die Energie­erzeugung, für den Erhalt gesunder Ökosysteme und für die industrielle Produktion. Wasser- und Sanitär­versorgung sowie Wasser­ressourcen­manage­ment zählen deswegen zu den Schwer­punkten in vielen Partnerländern der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit".

Das BMZ erreicht mit Projekten im Wassersektor rund 100 Millionen Menschen in 50 Ländern. Jährlich stellt es hierfür rund 350 Millionen Euro zur Verfügung.

Beispiel Jordanien: Mit deutscher Un­ter­stüt­zung werden hier Abwässer gereinigt und zur Bewässerung auf Felder geleitet. Das steigert die Ernte­erträge und ent­lastet den natürlichen Wasser­haus­halt. Auf dem Weg von den Kläranlagen zu den Äckern ermöglichen Höhen­unter­schiede, dass mit Hilfe einer kleinen Wasser­kraft­anlage Strom für immerhin 10.000 Haushalte gewonnen wird. Zu­sätz­lich soll der Klär­schlamm zukünftig auch Biogas und damit eine weitere Energie­quelle liefern. Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller hat bei seinem Besuch in Jordanien im Februar weitere Un­ter­stüt­zung bei der Wasserver- und Ab­was­ser­ent­sorgung in Höhe von 15 Millionen Euro zugesagt.

Das Motto des diesjährigen Welt­wasser­tages am 22. März zielt auf die enge Ver­knüpfung zwischen Wasser und Energie. Wasser wird gebraucht, um Kraftwerke zu kühlen oder Energie aus Wasser­kraft zu erzeugen. Energie wird benötigt, um Wasser hoch­zu­pumpen oder auf­zu­be­reiten. Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 die Nachfrage nach Wasser und Energie um 40 beziehungsweise 50 Prozent steigen wird. Schon heute sind Milliarden Menschen unterversorgt. Dennoch werden Wasser und Energie in großem Maße verschwen­det, etwa durch über­mäßige Bewässerung in der Land­wirt­schaft, durch un­dichte Wasser­leitungen oder weil Lebens­mittel verderben. Die deutsche Ent­wick­lungs­po­li­tik unterstützt Menschen dabei, mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen und sie effizienter zu nutzen.

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