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Syrienkrise

Par­la­men­ta­rischer Staats­sekre­tär Thomas Silberhorn spricht mit Muhannad Hadi, Regional­di­rektor des Welt­ernährungs­pro­gramms, über die Syrien­krise


Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn mit dem Regional­direktor für die Syrien­krise des Welt­ernäh­rungs­pro­gramms (WFP) der Verein­ten Nationen, Muhannad Hadi

12.03.2014 |

Die drama­tische Lage der sy­rischen Flücht­linge war heute Thema eines Treffens des Par­lamen­tarischen Staats­sekre­tärs Silber­horn mit dem Regional­direktor für die Syrien­krise des Welt­ernäh­rungs­pro­gramms (WFP) der Verein­ten Nationen, Herrn Muhannad Hadi.

Silber­horn: "Ange­sichts der rund neun Millio­nen Men­schen, die drei Jahre nach Be­ginn der Krise in Syrien auf huma­ni­täre Hilfe an­ge­wiesen sind, ist es nicht hin­nehm­bar, dass der Zu­gang für huma­nitäre Hilfs­liefe­rungen in Syrien durch die Kon­flikt­parteien ver­weigert wird. Das Aus­hungern der Bevöl­kerung als Waffe einzu­setzen, stellt ein Kriegs­verbrechen dar. Die Bun­des­re­gie­rung wird sich im Kreis der EU-Part­ner dafür ein­setzen, den Druck auf die Kon­flikt­parteien zu erhöhen, um den Zu­gang der not­leiden­den Bevöl­kerung zu Hilfs­leistun­gen zu ge­währ­leisten."

Re­gional­direktor Hadi be­stä­tigte, dass der fehlende Zugang zu den Men­schen ein gra­vierendes Pro­blem für die Akti­vitäten des WFP in Syrien dar­stelle, verwies aber auch auf die drastische Unter­finan­zierung der in­ter­na­ti­o­nalen Hilfs­pro­gramme: "Es wäre tra­gisch, wenn wir nun suk­zessive den Zu­gang zu den Menschen ab­sichern können, nur um uns dann in einer Si­tuation wieder­zu­finden, in der die drin­gend nötige Finan­zierung der Hilfs­leistungen nicht zur Ver­fügung steht." Für das Jahr 2014 konnten bisher nur 12 Prozent der gesamten VN-Hilfs­auf­rufe durch Zusagen der Geber gedeckt werden. Hadi dankte aus­drücklich für die groß­zügige deutsche Un­ter­stüt­zung für das Welt­ernährungs­programm im Kontext der Syrien­krise von bisher 55 Millionen Euro. Deutsch­land gehört zu den wich­tigsten Gebern und leistete 2013 einen neuen Rekord­beitrag in Höhe von insgesamt 173 Millionen Euro an das WFP.

Deutsch­lands Un­ter­stüt­zung in der Syrien­krise seit 2012 beträgt rund 482 Millionen Euro, davon waren 251 Millionen Euro huma­nitäre Hilfe und 67,1 Millionen Euro Krisen­bewältigung des Aus­wärtigen Amtes sowie rund 164 Millionen Euro aus Haushalts­mitteln des BMZ. Das BMZ erreicht bedürftige Menschen inner­halb Syriens haupt­sächlich über WFP und über lokale Partner deutscher Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Kirchen. Der Fokus des BMZ-En­gage­ments liegt auf der Un­ter­stüt­zung von syrischen Flücht­lingen und den auf­nehmenden Gemeinden in den besonders betroffenen Nachbar­ländern Jordanien und Libanon.

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