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Politisches Gespräch

Bun­des­mi­nis­ter Müller trifft mo­sam­bika­nischen Minister für Aus­wärtige Ange­legen­heiten und Zu­sam­men­ar­beit Oldemiro Balói

Bundesminister Gerd Müller mit dem mosambikanischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit Oldemiro Balói

18.06.2014 |

Berlin – Bun­des­mi­nis­ter Gerd Müller hat heute den Mi­nister für Aus­wärtige An­gelegen­heiten und Zu­sam­men­ar­beit Oldemiro Balói in Berlin ge­troffen. Im Mittel­punkt des Ge­sprächs stand die künf­tige Aus­gestal­tung der deutsch-mo­sam­bi­kani­schen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit.

Beide Minister waren sich einig, dass die stei­gen­den Ein­nah­men aus dem Roh­stoff­sektor für den Kampf gegen die Armut und eine nach­hal­tige Ent­wick­lung zum Wohl der Be­völ­ke­rung ein­gesetzt werden müssen. Bundes­minister Müller betonte, dass für ein inklu­sives Wachs­tum die Schaffung von Arbeits­plätzen zentral sei. Diese ent­stün­den weniger im Rah­men von Groß­projek­ten, als durch klein- und mittel­ständi­sche Unter­neh­men. Deutsch­land sei bereit, im Rah­men der be­stehen­den Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit weiter­hin Un­ter­stüt­zung zur Ver­bes­se­rung der wirt­schaft­lichen Rah­men­be­din­gun­gen in Mosam­bik zu leisten.

Trotz eines seit Jahren kon­stant hohen Wirt­schafts­wachs­tums und großer Funde an Boden­schät­zen lebt über die Hälfte der mo­sam­bikani­schen Bevöl­kerung weiter­hin in Armut. Der Privat­sektor steht vor schwie­rigen Voraus­setzun­gen. Ein großes Problem ist der Mangel an quali­fizier­ten Arbeits­kräften, die ent­spre­chend den Bedürf­nissen der Privat­wirt­schaft aus­gebildet sind. Die mosam­bikani­sche Regierung ist bemüht, Refor­men des beruf­lichen Bildungs­systems voran­zu­treiben – ein Bereich, für den sich auch Bun­des­mi­nis­ter Müller mit Blick auf die Afrika­initia­tive des BMZ in Mosam­bik noch stärker engagieren möchte.

Deutsch­land stellt Mosam­bik derzeit circa 60 Millionen Euro jährlich für Ent­wicklungs­projekte zur Verfügung. Hinzu kommen multi­late­rale Bei­träge unter deut­scher Be­teili­gung für Mosambik, vor allem über die Euro­päische Union und die Welt­bank.

Schwer­punkte der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit mit Mosambik sind Grund- und Berufs­bildung, nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung und De­zen­tra­li­sie­rung. Weitere Ko­operations­bereiche sind zum Beispiel gute Regie­rungs­führung im Roh­stoff­sektor, HIV-Präven­tion, Katas­trophen­vorsorge und die Vor­bereitung an klima­tische Verän­de­rungen.

Zur Aus­gestal­tung der Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit finden zwischen der deutschen und der mosam­bikani­schen Re­gierung regel­mäßig Re­gierungs­konsul­tatio­nen und -ver­hand­lungen statt, in denen unter anderem die ge­mein­samen Arbeits­schwer­punkte fest­gelegt werden. Die nächsten Re­gie­rungs­ver­hand­lungen werden voraus­sicht­lich im August 2014 in Deutsch­land statt­finden.

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