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Katastrophenrisikomanagement

Silberhorn: Glo­bales En­gage­ment gegen Katas­tro­phen­risiken aus­bauen!


Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn

16.06.2014 |

Berlin – Anlässlich der in­ter­na­ti­o­nalen Kon­ferenz "New Part­ner­ships for Disaster Risk Management" hat der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär Thomas Silberhorn heute die ersten Ergeb­nisse der "Globa­len Initiative Ka­tas­trophen­risiko­manage­ment" vor­gestellt.

Vor dem Hin­ter­grund zuneh­mender Be­drohun­gen durch den Klima­wandel und ex­treme Wetter­ereig­nisse wird die Bun­des­re­gie­rung künftig ihr glo­bales En­gage­ment gegen Ka­tas­trophen­risiken ver­stärken. Dazu hat sie die "Globale Initia­tive Ka­tas­trophen­risiko­manage­ment" ins Leben gerufen, bei der sich neben dem Ent­wicklungs­ministerium auch das Aus­wärtige Amt, das Wirt­schafts-, Innen- und For­schungs­ministerium enga­gieren. Ziel der Initiative ist es, die Erfah­rungen dieser Bundes­ressorts im Bereich der Präven­tion und Bewäl­tigung von Klima- und Ka­tas­trophen­risiken zu bündeln und ge­mein­sam mit Partner­ländern in Wert zu setzen.

Silberhorn: "Die jüngsten Fluten auf dem Balkan ver­deut­lichen, wovor uns die Wissen­schaft schon lange warnt: In den letzten 30 Jahren hat sich die Häufig­keit von extre­men Wetter­ereig­nissen im Jahres­durch­schnitt welt­weit ver­drei­facht. Extreme Natur­ereig­nisse zer­stören jedes Jahr die Lebens­grund­lagen hundert­tausen­der Menschen, sie kosten un­zählige Menschen­leben und richten welt­weit Schäden im drei­stelligen Milliarden­bereich an. Globale He­raus­for­de­run­gen dieser Dimen­sion erfor­dern dringender denn je eine enge Zu­sam­men­ar­beit zwischen Re­gierungen, einzelnen Ressorts, der Privat­wirt­schaft und der Zivil­ge­sell­schaft. Präven­tion zahlt sich aus. Nur mit aus­reichen­den In­ves­ti­tio­nen in Katas­trophen­risiko­manage­ment und der För­derung von inno­vativen Lösungs­ansätzen wird eine nach­hal­tige Ent­wick­lung zu sichern sein."

Beispiel Bangladesch: Bereits ein Jahr nach dem ver­heeren­den Fabrik­unglück in Rana Plaza gibt es eine enge Kooperation deutscher Feuer­wehren und lokaler Brand­schutz­behörden, die von der "Globalen Initiative Katas­trophen­risiko­manage­ment" initi­iert wurde.

Der Vor­sitzende der "Global Facility for Disaster Reduction and Recovery" (GFDRR) der Welt­bank, Francis Ghesquiere, und die Sonder­gesandte der Verein­ten Nationen für Ka­tas­trophen­vorsorge, Margareta Wahlström, erinnerten im Rahmen der Kon­ferenz an den nach­weis­lichen wirt­schaft­lichen Mehr­wert erfolg­reichen Ka­tas­trophen­risiko­manage­ments. So hätten Kosten-Nut­zen-Ana­lysen deutlich gezeigt, dass welt­weite Reaktions- und Wieder­auf­bau­kosten nach Katas­trophen ein Fünf­faches über den Aus­gaben für Präventions­maßnah­men liegen.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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