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Bun­des­mi­nis­ter Müller reist nach Nigeria

"Potenziale Nigerias aus­bauen, Perspek­tiven für die jungen Men­schen entwickeln"


Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller mit dem Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Ogun, Ibikunle Amosun

10.06.2014 |

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller bricht am späten Nach­mittag mit einer Dele­gation nach Nigeria auf. Stationen des Besuchs sind die Wirt­schafts­metro­pole Lagos und die Haupt­stadt Abuja. Dort wird Müller neben politi­schen Gesprächen Ver­trete­rinnen und Ver­treter der deutschen Wirt­schaft, von politi­schen Stif­tungen, Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und der Re­ligions­gemein­schaften treffen. Außer­dem wird Müller von Deutsch­land unter­stützte Pro­jekte besuchen.

Minister Müller: "Nigeria ist das bevöl­kerungs­reichste Land und die größte Volks­wirt­schaft Afrikas. Und Nigeria ist ein Land der Jugend – 50 Pro­zent der Bevöl­kerung sind Kinder und Jugend­liche unter 18 Jahre, die Arbeits­losig­keit liegt bei knapp 25 Prozent. Das Wachs­tum Nigerias und der Roh­stoff­reich­tum kommen bei einem Groß­teil der Bevöl­kerung nicht an. Armut und Pers­pek­tiv­losig­keit sind der Nähr­bo­den für Terror und Un­ruhen. Des­halb müssen wir unsere Zu­sam­men­ar­beit mit Nigeria gerade jetzt ver­tiefen, damit die junge Gene­ration Pers­pekti­ven hat."

Derzeit wird Nigeria von gewalt­samen Über­fällen durch die Terror­organi­sation Boko Haram mit Hunder­ten Toten er­schüttert. Noch immer sind über 200 Schul­mäd­chen in der Gewalt der Terroristen. Minister Müller wird auch Unter­stützerin­nen der Aktion "Bring back our girls" treffen.

Nigeria, das drei Mal so groß wie Deutsch­land ist, zählt aktuell rund 170 Millionen Ein­wohner. Nach Schätzun­gen der Stiftung Welt­bevöl­kerung wird sich die Bevöl­kerung in den nächsten 35 Jahren mehr als ver­doppeln. Trotz des Wirt­schafts­wachs­tums und der Ein­nahmen aus Roh­stoffen wie Öl leben 80 Prozent der Nige­rianer von weniger als zwei Dollar am Tag.

Ziel deutscher Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit ist es des­halb, für mehr Wert­schöpfung in Nigeria zu sorgen. Dies ist vor allem in der Land­wirt­schaft wichtig, in der die meisten Nige­rianer be­schäftigt sind. Als Beispiel für den Auf­bau von Wert­schöpfungs­ketten besucht die Dele­gation am Mitt­woch Cassava-Bau­ern in der Nähe von Lagos. Außer­dem ist der Besuch einer Mädchen­schule und eines Impf­stoff-Kühl­zen­trums sowie einer Gesund­heits­station geplant.

Seit neun Jahren unter­stützt die Bun­des­re­gie­rung die Be­kämpfung der Kinder­lähmung in Nigeria. In seinem neuen Afrika-Kon­zept stellt das BMZ weitere 10 Millio­nen Euro jähr­lich für die Be­kämpfung von Polio zur Ver­fügung. Schwer­punkt­land wird Nigeria sein. Boko Haram bekämpft gezielt mit An­schlägen in­ter­natio­nale Impf­teams. Auch des­halb ist Nigeria das einzige Land in Afrika, in dem Polio noch an­dauernd und gehäuft auftritt.

In Lagos wird Minister Müller am Mittwoch früh Vertreter der deutschen Wirt­schaft treffen. Dabei geht es neben den wirt­schaft­lichen Chancen Afrikas um bereits be­stehende beruf­liche Aus­bildungs­pro­gram­me für Jugend­liche im Energie­sektor, die aus­gebaut werden sollen. Deutsch­land und Nigeria verbindet eine Energie­partner­schaft mit deutschen Unter­nehmen. Das BMZ engagiert sich dabei in der Versor­gung der Bevöl­kerung mit erneuer­baren Energien.

Am Donnerstag ist in Abuja ein Gespräch mit Staats­präsident Goodluck Jonathan geplant. Zuvor wird Minister Müller den Präsi­denten der ECOWAS-Kom­mission, Kadré Désiré Ouédraogo, treffen. ECOWAS wurde 1975 in Lagos mit dem Ziel ge­grün­det, die wirt­schaft­liche Inte­gration und Koope­ration in der Region zu fördern. Seit der Gründung hat ECOWAS das Aufgaben­gebiet erweitert und ist mittler­weile die zentrale Orga­ni­sa­tion für regionale Sicher­heit in West­afrika und führt Friedens­missionen mit inter­natio­naler Un­ter­stüt­zung durch. Ins­gesamt gehören der Gemein­schaft 15 Länder West­afrikas an.

Um Versöhnungs­politik und Konflikt­lösungen wird es auch in einem Religions­treffen gehen, zu dem Minister Müller hoch­rangige Vertreter der verschie­denen Religions­gemein­schaften ein­geladen hat.

Nach einem Gespräch mit der ehe­maligen Welt­bank-Managerin und heutigen nigeria­nischen Finanz­ministerin Ngozi Okonjo-Iwela geht die Reise am Don­nerstag­abend zu Ende.

Entwicklungsminister Gerd Müller trifft in Abuja Unterstützerinnen der Aktion "Bring back our girls“.
Bildergalerie öffnen gallery24804566_2../../../../../mediathek/bildergalerien/20140612_reise_nigeria/Nigeria_003_thumb.jpgThomas Imo/photothek Bildergalerie öffnen

Entwicklungsminister Gerd Müller trifft in Abuja Unterstützerinnen der Aktion "Bring back our girls".

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Entwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit einer Unter­stützerin der Aktion "Bring back our girls"

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Bundesminister Müller spricht bei einer Demonstration von Unterstützerinnen der Aktion "Bring back our girls".

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Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller und Goodluck Jonathan, der Staats­präsident Nigerias

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Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller im Gespräch mit dem nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Jonathan

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Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller wird beim Besuch einer staat­lichen Se­kun­dar­schule für Mädchen in Abeokuta, der Haupt­stadt des nigerianischen Bundes­staates Ogun, von Schülerinnen begrüßt. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom ört­lichen Gouver­neur be­kommen hat.

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Entwicklungsminister Gerd Müller mit Schülerinnen einer staatlichen nigerianischen Sekundar­schule für Mädchen in Abeokuta

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Minister Gerd Müller spricht bei seinem Besuch in einer staatlichen Schule für Mädchen mit einer der Schülerinnen.

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Bundesminister Gerd Müller impft ein kleines Kind in einer Gesund­heits­station in Abeokuta mit einem Schluck­impf­stoff gegen Kinder­lähmung. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom örtlichen Gouverneur bekommen hat.

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Bundesminister Gerd Müller beim Besuch einer Gesundheits­station in Abeokuta. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom örtlichen Gouverneur Ibikunle Amosun bekommen hat.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller wird von Ibikunle Amosun, dem Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Ogun, empfangen.

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Minister Müller im Gespräch mit Vertretern deutscher Unternehmen in Lagos, Nigeria

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Die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller während ihres Treffens in Abuja, der Hauptstadt Nigerias

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Entwicklungsminister Gerd Müller trifft in Abuja Unterstützerinnen der Aktion "Bring back our girls".

Entwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit einer Unter­stützerin der Aktion "Bring back our girls"

Bundesminister Müller spricht bei einer Demonstration von Unterstützerinnen der Aktion "Bring back our girls".

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller und Goodluck Jonathan, der Staats­präsident Nigerias

Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller im Gespräch mit dem nigerianischen Staatspräsidenten Goodluck Jonathan

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller wird beim Besuch einer staat­lichen Se­kun­dar­schule für Mädchen in Abeokuta, der Haupt­stadt des nigerianischen Bundes­staates Ogun, von Schülerinnen begrüßt. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom ört­lichen Gouver­neur be­kommen hat.

Entwicklungsminister Gerd Müller mit Schülerinnen einer staatlichen nigerianischen Sekundar­schule für Mädchen in Abeokuta

Minister Gerd Müller spricht bei seinem Besuch in einer staatlichen Schule für Mädchen mit einer der Schülerinnen.

Bundesminister Gerd Müller impft ein kleines Kind in einer Gesund­heits­station in Abeokuta mit einem Schluck­impf­stoff gegen Kinder­lähmung. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom örtlichen Gouverneur bekommen hat.

Bundesminister Gerd Müller beim Besuch einer Gesundheits­station in Abeokuta. Müller trägt eine Landes­tracht, die er vom örtlichen Gouverneur Ibikunle Amosun bekommen hat.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller wird von Ibikunle Amosun, dem Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Ogun, empfangen.

Minister Müller im Gespräch mit Vertretern deutscher Unternehmen in Lagos, Nigeria

Die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller während ihres Treffens in Abuja, der Hauptstadt Nigerias

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