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Internationale Konferenz

Staatssekretär Kitschelt: Weltweit gleiche Chancen für Gesundheit!

Tanja Funkenberg, terre des hommes, Friedrich Kitschelt, Staatssekretär des BMZ und Renate Bähr, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

04.06.2014 |

Berlin – Anlässlich der heutigen Konferenz "Accessible & Affordable & Achievable – Health in the Post-2015 Agenda" hat Staats­sekre­tär Dr. Friedrich Kitschelt ge­fordert, welt­weit allen Menschen die gleichen Chancen für Ge­sund­heit zu er­mög­lichen. Die vom Dach­ver­band der deutschen Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (VENRO) organisierte Ver­anstaltung ging der Frage nach, welche Be­deutung das Thema Ge­sundheit in den neuen Ent­wick­lungs- und Nach­haltig­keits­zielen ab 2015 hat.

Staats­sekre­tär Kitschelt: "Ge­sund­heit ist eine Grund­vor­aus­setzung für ein breiten­wirksames, nach­haltiges Wachs­tum. Kinder, die krank sind, können nicht in die Schule gehen und etwas lernen. Unser Ziel in den nächsten Jahren muss es sein, dass möglichst viele Menschen funktionierende und be­zahl­bare Ge­sund­heits­systeme nutzen können. Die Ge­sund­heits­dienste müssen sich dabei stärker an den Rechten und Be­dürfnissen armer und be­nach­teiligter Be­völ­ke­rungs­gruppen aus­richten, damit Krank­heit nicht mehr gleich­be­deutend mit Armut ist."

Deutsch­land setzt sich in­ter­national dafür ein, dass die neuen Ent­wick­lungs- und Nach­haltig­keits­ziele die Grund­lagen für eine gerechte und gesunde Welt legen. Kitschelt unter­strich in seiner Rede, dass die Welt­ge­mein­schaft bei der Ver­wirklichung des neuen Ziel­katalogs partner­schaftlich zu­sam­men­arbeiten müsse. Nicht nur Regierungen der Ent­wick­lungs- und Industrie­länder seien hierzu auf­ge­rufen, sondern auch Zivil­ge­sell­schaft, Wissen­schaft und der Privat­sektor könnten sich ent­scheidend ein­bringen. Schliesslich trage auch jeder einzelne Bürger Ver­ant­wor­tung und könne einen Bei­trag leisten. Diese Themen stehen im Mittel­punkt der Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Ver­antwortung", die das BMZ zu­sammen mit Vertretern aus Zivil­ge­sell­schaft, Kirche, Wirt­schaft und vielen anderen ge­sell­schaft­lichen Be­reichen vor kurzem gestartet hatte.

Kitschelt betonte, dass rund 11 Prozent des Wachs­tums in Ländern mit niedrigen und mittleren Ein­kommen in den letzten 20 Jahren auf eine bessere Ge­sund­heit der Be­völ­ke­rung zurück­zu­führen ist. Ent­scheidend dabei seien sowohl präventive Maß­nahmen wie auch die Ge­sund­heits­ver­sorgung im Krank­heits­fall. Beides setze funktionierende Ge­sund­heits­systeme voraus.

Das BMZ investiert jedes Jahr rund 700 Millionen Euro – über 10 Prozent seines Etats – in den Ge­sund­heits­sektor. Im Fokus der bi­lateralen Projekte stehen vor allem die Ge­sund­heits­för­de­rung von Mütter und Kindern und die Familien­planung. Zudem engagiert sich Deutsch­land für multi­laterale Or­ga­ni­sa­ti­o­nen und globale Initiativen im Ge­sund­heits­be­reich, bei­spiels­weise für die Globale Impfallianz (Gavi), über die bis heute 440 Millionen Kinder geimpft wurden.

In den noch bis 2015 geltenden Millenniums­ent­wick­lungs­zielen ist Ge­sundheit zentral ver­ankert. Trotz be­achtlicher Er­folge wurden die Ziel­setzungen ins­be­son­dere bei der Senkung der Kinder­sterb­lich­keit und der Ver­bes­se­rung der Ge­sundheit von Müttern bis­her nicht erreicht.

Das Manuskript der Rede von Staatssekretär Kitschelt finden Sie hier.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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