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Brasilien

Strate­gische Energie­partner­schaft zwischen Deutsch­­land und Bra­silien – Parlamentarischer Staats­sekre­tär Fuchtel gibt Start­schuss für Wind­park-Programm


Windenergiepark in der Nähe von Fortaleza, Brasilien

21.07.2014 |

Berlin – Der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär Hans-Joachim Fuchtel hat heute Abend ge­mein­sam mit der bra­siliani­schen Bot­schaf­terin, Maria L. Ribeiro Viotti, den Start­schuss für die Unter­zeich­nung der Dar­lehens­ver­träge für den Bau von Wind­parks in Brasilien in Höhe von 250 Millio­nen Euro ge­ge­ben. Bra­silien wird diese mit zusätz­lichen Mitteln ergän­zen. Das Wind­park-Pro­gramm ist Teil einer strate­gi­schen Part­ner­schaft zwischen Deutsch­land und Bra­silien. Beide Län­der wollen ver­stärkt ge­mein­sam Bei­träge zur Be­wäl­tigung glo­baler He­raus­for­de­run­gen leisten, allen voran zum welt­wei­ten Klima­schutz.

Bei der feier­lichen Zere­monie, die am Abend im "Kollhoff Tower" in Berlin statt­ge­fun­den hat, sagte Fuchtel:

"Das Pro­gramm gibt dem En­gage­ment von Deutsch­land und Brasilien im welt­weiten Klima- und Um­welt­schutz starken Auf­wind. In den nächsten Jah­ren werden in Brasilien Wind­parks mit einer Leistung von rund 330 Mega­watt ge­baut. Die An­lage wird während ihrer Lauf­zeit den Aus­stoß von rund 5,6 Millio­nen Tonnen Kohlen­dioxid ver­mei­den können. Brasilien ist schon heute einer der dyna­mischsten Techno­logie­märkte für Wind­ener­gie welt­weit. Damit ent­stehen auch für die deut­sche Wirt­schaft in­te­ressan­te Ab­satz­märkte. Deutsch­land kann hier seine eigenen Erfah­rungen mit der deut­schen Ener­gie­wende nutzen!"

Der Dar­lehens­ver­trag zur Finan­zierung des Wind­parks wird von KfW-Vor­stands­mit­glied Norbert Kloppen­burg und vom Präsi­den­ten der brasilia­nischen Ent­wick­lungs­bank (BNDES), Luciano Coutinho, unter­zeich­net. Das Wind­park-Pro­gramm geht damit in seine zweite Phase. Schon zuvor waren mit deutscher Un­ter­stüt­zung einige große Wind­parks in Brasilien ans Netz ge­gan­gen, über­wiegend im wind­reichen Nord­osten des Landes.

Brasilien verfügt mit seinen mehr als 7.500 Kilo­metern Küsten­streifen und den dort vor­herrschen­den, günsti­gen Passat­winden über ein enor­mes Poten­zial zur Erzeu­gung von Wind­ener­gie. Erst all­mäh­lich beginnt das Land dieses zu nutzen, um seinen wach­sen­den Energie­hunger zu stillen und die Ab­hängig­keit von der Wasser­kraft zu verrin­gern. Zusammen mit den USA und Kanada gehört Brasi­lien zu den drei größten Ener­gie­kon­su­men­ten des Konti­nents.

Als auf­stre­ben­des Schwellen­land nimmt der Ein­fluss Bra­siliens in der Region und welt­weit stetig zu. Damit wächst auch seine Ver­ant­wor­tung bei der Bewäl­tigung glo­baler He­raus­for­de­run­gen. Um dieser neuen Rolle Rech­nung zu tragen, haben Deutsch­land und Brasilien eine strate­gische Partner­schaft – die "Zu­sam­men­ar­beit für nach­haltige Ent­wick­lung" verein­bart. Im Fokus steht der Aus­bau von Erneuer­baren Ener­gien und Ener­gie­ef­fi­zienz, Tropen­wald­schutz und Er­halt der Bio­di­ver­si­tät.

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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