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Zukunftscharta "EINEWELT – unsere Verantwortung" – Deutschland muss Vorbild sein beim Klimaschutz


Zukunftscharta EINEWELT – Unsere Verantwortung

02.07.2014 |

Berlin – Bundes­umwelt­ministerin Barbara Hendricks und Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller haben die füh­rende Rolle Deutsch­lands beim in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz und der Bewäl­tigung der Folgen des Klima­wandels betont. Die west­lichen Industrie­länder und allen voran Deutsch­land mit seinem techni­schen Know-how und Wissen in Um­welt- und Energie­technik hätten heraus­ragende Lösun­gen für die globalen Klima­heraus­for­derun­gen zu bieten, sagten die beiden Minister im Rah­men der Veran­staltung "Klima­wandel und Ent­wick­lung – Chancen nutzen welt­weit".

Deutsch­land wolle Vor­reiter bleiben. Die Bun­des­re­gie­rung werde des­halb den Beitrag zur Finan­zierung des in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutzes auf 1,8 Milliarden Euro auf­stocken, erklärten Hendricks und Müller auf der Veran­staltung. 90 Prozent dieser Mittel kom­men aus dem Etat des BMZ und werden welt­weit in Projekte investiert, die einen kon­kreten Beitrag zum Klima­schutz und zur An­passung an die un­vermeid­baren Folgen des Klima­wandels leisten. Die Hilfe reicht bei­spiels­weise von In­ves­ti­tio­nen in erneuer­bare Ener­gien und Ener­gie­ef­fi­zienz, der För­derung nach­haltiger land­wirtschaft­licher Praktiken, dem Aus­bau von Wasser­einzugs­gebieten, der Ab­sicherung beson­ders anfälliger Infra­struktur­bereiche wie Küsten­schutz oder Stadt­ent­wick­lung bis hin zum Wald­brand­schutz.

Bundes­umwelt­ministerin Hendricks: "Wir brauchen dringend Fort­schritte bei der in­ter­na­ti­o­nalen Klima­politik. Aber wir wollen uns auch dort enga­gieren, wo Länder die He­raus­for­de­run­gen des Klima­wandels nicht aus eigener Kraft bewäl­tigen können. Deutsch­land kommt hier eine Schlüssel­rolle zu. Wir müssen globale Pers­pektiven für eine Wirt­schafts­weise ent­wickeln, die Wohl­stand sichert und gleich­zeitig die ökolo­gischen Grenzen unseres Planeten res­pektiert. Um­welt­schutz ist Teil der Lösung, wenn es darum geht, Armut zu be­kämpfen und kom­menden Genera­tionen die Chance auf ein besseres Leben in einer intak­ten Um­welt zu geben."

Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Müller: "Wir müssen uns noch stärker für den Klima­schutz ein­setzen, denn sonst hinter­lassen wir nach­folgen­den Gene­rationen eine schwere Last. Wir haben die techno­logi­schen Lösungen und werden diese auch in die Zu­sam­men­ar­beit mit unseren Part­ner­ländern ein­bringen. Aber wir müssen auch lernen, umzu­denken und Wohl­stand neu zu defi­nieren – gerade auch in Deutsch­land. Welchen Beitrag können wir selbst in un­serem Alltag zum Schutz des Klimas und der Um­welt leisten? Diese Frage stellt sich zum Bei­spiel bei der täg­lichen Fahrt zur Arbeit oder beim Einkauf. Es ist die eine, lebens­werte Welt, für die wir gemein­sam Ver­ant­wor­tung über­nehmen und darum geht es in der ak­tuellen Dis­kussion über eine Zu­kunfts­charta."

Die Veranstaltung "Klima­wandel und Ent­wick­lung – Chancen nutzen welt­weit" bildet den Auf­takt zur Dis­kussion um die ökolo­gische Dimen­sion von Nach­hal­tig­keit im Rahmen der Zu­kunfts­charta "EINEWELT – unsere Ver­ant­wor­tung" und wird morgen mit einer Fach­veran­staltung in der Bio­sphäre Potsdam weiter­geführt. Weitere Themen­foren zur Zukunfts­charta finden zeitgleich in Nürnberg und Hannover statt. Infor­mationen zu allen Veran­stal­tungen sind unter www.zukunftscharta.de zu finden.

Hin­ter­grund Zukunftscharta

Auf Initia­tive von Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Dr. Gerd Müller entsteht bis November eine Zu­kunfts­charta unter der Über­schrift "EINEWELT – unsere Ver­ant­wor­tung". Der Minister disku­tiert mit einer breiten Öffent­lichkeit allgemein verbind­liche Ent­wicklungs­ziele. Es finden zahlreiche Veran­stal­tungen im Bund, in den Ländern und in den Kom­munen statt. Der Weg zur Zukunfts­charta hat im April im BMZ begonnen und endet mit der gemein­samen Vorstellung der Zukunfts­charta durch Bundes­kanzlerin Merkel und Bun­des­mi­nis­ter Müller am 24. November in Berlin mit über 3.000 Gästen.

Neben einer Vielzahl an deutsch­land­weit statt­findenden Themen­foren und Diskussions­runden, haben unter www.zukunftscharta.de alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich online einzu­bringen. Gemein­sam mit der Zivil­ge­sell­schaft, Wissen­schaftlern, Kirchen und der Wirtschaft wird die Zukunfts­charta entwickelt und bietet damit für alle in Deutsch­land die Hand­lungs­grund­lage für das Ent­wicklungs­jahr 2015. Deutsch­land will mit der Zukunfts­charta einen besonderen Beitrag zur Weiter­ent­wicklung der Millen­niums­ziele der Vereinten Nationen leisten, dem so­genannten Post-2015 Prozess.

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