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Entwicklungszusammenarbeit

Regierungsverhandlungen mit der Demokratischen Republik Kongo erfolgreich abgeschlossen

Umweltschutz und Stabilisierung des Ostkongos im Fokus

Die Delegationen beider Länder bei den
Verhandlungen über die deutsch-kongolesische Entwicklungszusammenarbeit in Kinshasa.

05.12.2014 |

Kinshasa – Vom 1. bis 3. Dezember 2014 haben in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa die Regierungsverhandlungen über die künftige Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Bundesrepublik Deutschland stattgefunden. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen der Schutz und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie die Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserentsorgung. Hierfür hat die Bundesregierung Mittel in Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro zugesagt.

Davon stellt Deutschland 20 Millionen Euro für den "Friedensfonds" zur Stabilisierung des Ostkongos bereit. Dabei geht es um die kurzfristige Schaffung von Einkommen für die von Konflikten betroffenen Menschen, beispielsweise durch arbeitsintensive Infrastrukturmaßnahmen oder Aktivitäten im Landwirtschaftssektor. Wirtschaftskreisläufe werden in der Folge wiederbelebt. Der deutsche Fonds richtet sich damit an der Stabilisierungsstrategie der weltweit größten UN-Friedensmission MONUSCO aus.

Bei den Verhandlungen würdigte Deutschland die bisherigen Erfolge der kongolesischen Regierung, vor allem mit Blick auf die Herstellung von Transparenz im Rohstoffsektor, die  Sicherung der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und die Verbesserung der Sicherheitssituation in einigen Regionen im Osten des Landes.

Deutschland ermutigte die kongolesische Seite jedoch auch, ihre Bemühungen für eine Befriedung des Ostkongos noch erheblich zu verstärken. Verbesserungsbedarf besteht weiterhin bei der Bekämpfung der Korruption, bei der Wahrung der Menschenrechte und der Herstellung von Rechtssicherheit.  

Deutschland unterstützt in der Region Süd-Kivu (Ostkongo) den Schutz des Regenwaldes und fördert dort die wirtschaftliche Entwicklung. Die angrenzenden Gemeinschaften forsten die gerodete Fläche mit deutscher Unterstützung auf und können das produzierte Holz selbst nutzen und auf den Märkten weiterverkaufen. Insbesondere den Frauen wird damit der weite und gefährliche Weg in den Regenwald zur Brennholzbeschaffung erspart.

Zudem forderte die Bundesregierung die kongolesische Regierung auf, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Holzeinschlags zu verstärken sowie die internationalen Verpflichtungen zum Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes Virunga-Nationalparks gegen eine drohende Erdölförderung einzuhalten.


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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