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EINEWELT – ​unsere Ver­antwortung

Klima­wandel geht uns alle an!

Minister Müller startet Zu­kunfts­charta-Tour entlang des 11. Län­gen­grades auf der Zugspitze

Diskussion in der Klimaforschungsstation "Schneefernerhaus" auf der Zugspitze: (von links) Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bundes für Naturschutz in Garmisch-Partenkirchen, Maria Höfl-Riesch, Ski-Doppelolympiasiegerin, Bettina Bäumlisberger, Chefredakteurin des Münchner Merkur, Dr. Gerd Müller, Entwicklungsminister und Prof. Dr. Hans Peter Schmid, Klimawissenschaftler.

25.08.2014 |

Bun­des­mi­nis­ter Dr. Gerd Müller hat eine Dis­kussions­reihe mit Bür­gerin­nen und Bür­gern über die künf­tigen Ent­wicklungs­ziele ge­startet. Los ging es am Sonntag, 24. August, in der Klima­forschungs­station "Schnee­ferner­haus" auf der Zug­spitze. Die Zug­spitze ist der süd­lichste Ort Deutsch­lands auf dem 11. Längen­grad.

Unter der Über­schrift "EINEWELT – unsere Ver­ant­wor­tung" disku­tierte der Minister mit 40 Lese­rinnen und Lesern des Münch­ner Merkurs über das Thema "Zwei Grad mehr – was geht mich das an?" Gesprächs­partner des Ministers waren dabei promi­nente und fach­kundige Gäste: der in­ter­national renom­mierte Klima­wissen­schaftler Prof. Hans Peter Schmid, der selbst einen Arbeits­platz als Direktor des Instituts für Me­teoro­logie und Klima­for­schung (KIT) im Schnee­ferner­haus hat, die Ski-Doppel­olympia­siegerin Maria Höfl-Riesch, die den Klima­wandel auf den Gletschern dieser Welt in ihrer aktiven Zeit als Sport­lerin aus nächster Nähe be­obachtet hat, und Axel Doering, der sich als Kreis­vor­sitzen­der des Bundes für Natur­schutz in Garmisch-Parten­kirchen enga­giert und viel über die Ver­änderun­gen in der Natur durch den Klima­wandel aus seiner Zeit als Förster rund um die Zug­spitze berichten konnte.

Zusam­men mit dem Minister kamen die Gäste mit einem Son­der­zug der Zug­spitz­bahn direkt vom Eib­see in die Klima­forschungs­station Schnee­ferner­haus. Dort empfing sie Neu­schnee mitten im August, der die Be­teiligten erst einmal zu einer Schnee­ball­schlacht einlud und auch thema­tisch gut zu der Frage passte, ob der Klima­wandel an den Wetter­kapriolen dieses Sommers Schuld sei.

Am Ende waren sich alle Experten und Gäste einig: Der Klima­wandel ist eine globale He­raus­for­de­rung. Jeder Einzelne kann aber bei sich zu­ Hause be­ginnen, den schäd­lichen Kohlendioxid-Ausstoß, der für die Erd­erwärmung verant­wortlich ist, zu redu­zieren. Im Fokus der Dis­kussionen standen auch die drama­tischen Aus­wirkun­gen des Klima­wandels für die Ent­wick­lungs­länder. Schon jetzt warnen Wissen­schaftler vor 200 Millionen Klima­flücht­lingen. Deshalb, so Bun­des­mi­nis­ter Müller, müsse es gelingen, dass sich die Staaten­gemein­schaft im kom­menden Jahr auf verbind­liche Klima­ziele verständigt.

Das Ent­wicklungs­ministerium hat mit vielen Ent­wick­lungs­ländern Energie­partner­schaften und fördert erneuer­bare Ener­gien sowie Projekte, die den Bauern und Fischern helfen, sich an den Klima­wandel anzu­passen.

Nach der Podiums­diskussion und zahl­reichen Bei­trägen der einge­ladenen Gäste führten Prof. Schmid, die Geschäfts­führerin des Schnee­ferner­haus und der techni­sche Leiter, Dr. Simone von Löwen­stern und Markus Neu­mann, den Minister durch die Klima­forschungs­station. Fazit für Minister Müller nach dem Auf­takt der Tour entlang des 11. Längen­grades: "Die zahl­reichen Bei­träge sind wert­volle Anregun­gen und An­sporn für unsere Arbeit an der Zukunfts­charta!"

Bis zum 9. September können sich alle Bürge­rinnen und Bür­ger auch online unter www.zukunftscharta.de betei­ligen, die neuen Ent­wicklungs­ziele ab 2015 zu formu­lieren. Am 24. November wird die Zukunfts­charta Bundes­kanzlerin Angela Merkel in Berlin feierlich über­geben.

Die Zukunfts­charta-Tour entlang des 11. Längen­grades steht beispiel­haft für die immer größere werdende Abhängig­keit der Menschen von­einander auf der Erde. Im kom­menden Jahr wird Minister Müller den Dialog ent­lang des 11. Längen­grades in Afrika fort­setzen. Gerd Müller ist über­zeugt: "Wir können die Zu­kunfts­heraus­forderun­gen nur gemein­sam oder gar nicht lösen; das soll die Tour entlang des 11. Längen­grades an­schaulich vor Augen führen."

Am Montag, 25. August, dis­kutiert der Ent­wick­lungs­mi­nis­ter in Augs­burg über faire Stan­dards in der Textil­industrie im Textil- und Industrie­museum in Augsburg mit Leserinnen und Lesern der Augs­burger Allge­meinen unter der Über­schrift "Mit fair geht mehr".

Am Dienstag, 26. August, steht in Quedlinburg im Bundes­forschungs­institut für Saat­gut­forschung zusam­men mit der Mittel­deutschen Zeitung das Thema "EINEWELT ohne Hunger – wie schaffen wir das?" auf dem Programm.

Nörd­lichster Punkt auf der "11. Längen­grad Tour" ist am Mittwoch, 27. August, die Viermastbark "Passat" in Trave­münde, wo es zusammen mit den Leserinnen und Lesern der Lübecker Nach­richten um den Zustand der Welt­meere geht.

Detaillierte Informationen über die weiteren Veranstaltungen finden Sie hier.

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