Hauptinhalt

Bilaterale Zusammenarbeit

Deutsch-mosam­bika­nische Re­gie­rungs­verhand­lungen erfolg­reich ab­geschlossen


Alois Schneider, Leiter des Referats Südliches Afrika im BMZ, und Berta Cossa, Nationaldirektorin der Abteilung für Europa und Amerika im mosambikanischen Außenministerium, bei der Unterzeichnung der Regierungsvereinbarungen

20.08.2014 |

Berlin – Vom 19. bis 20. August fanden im BMZ in Berlin die Re­gie­rungs­ver­hand­lungen zwischen Mosambik und Deutsch­land über die zukünftige Aus­gestaltung der bilateralen Ent­wick­lungs­zusam­men­arbeit statt.

Der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär beim Bun­des­mi­nis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, Thomas Silberhorn, hatte die Re­gie­rungs­ver­hand­lungen am Dienstag eröffnet. Dabei betonte er das enorme wirt­schaft­liche Potenzial Mosambiks. Zugleich appellierte er an die mosam­bikanische Seite, Einnahmen aus dem Roh­stoff­sektor für den Kampf gegen die Armut und eine nach­hal­tige Ent­wick­lung zum Wohl der Bevölkerung einzusetzen. Denn trotz eines seit Jahren konstant hohen Wirt­schafts­wachs­tums und zahlreicher Boden­schätze lebt über die Hälfte der mosam­bi­ka­ni­schen Bevölkerung immer noch in Armut. Außerdem forderte Silberhorn die mosam­bi­ka­nische Regierung auf, die freie und faire Durch­führung der am 15. Oktober anstehenden Präsidentschafts- und Parlaments­wahlen zu gewähr­leisten.

Im Mittelpunkt der heute abgeschlossenen deutsch-mosambikanischen Re­gie­rungs­ver­hand­lungen stand die Frage, wie Mosambik lang­fristig durch ein funk­tio­nie­rendes Bildungs­wesen, einen starken Privat­sektor und eine service­orientierte dezentrale Verwaltung gestärkt werden kann. Dabei wird Deutsch­land weiterhin die mosam­bi­ka­nische Regierung bei der Umsetzung der eingeleiteten Reform­schritte unterstützen.

Eine solide Grund- und Berufs­bildung ist eine wichtige Voraus­setzung, damit die Bevölkerung Mosambiks am Wirt­schafts­wachs­tum teil­nehmen kann. Während der Fokus des deutschen ent­wick­lungs­po­litischen Engage­ments bisher auf der Grund­bildung lag, soll nun mehr für die Ausweitung und Ver­bes­se­rung der Berufs­bildung getan werden.

Für eine nach­hal­tige Wirt­schafts­ent­wick­lung soll außerdem der lokale Privat­sektor in Zukunft noch stärker gefördert werden. Denn Arbeits­plätze entstehen weniger im Rahmen von Groß­projekten als durch klein- und mittel­ständische Unter­nehmen. Deutsch­land wird Mosambik darin unter­stützen, die wirt­schaft­lichen Rah­men­be­din­gun­gen für solche Unter­nehmen besonders im länd­lichen Raum zu verbessern, zum Beispiel durch ein neues Engage­ment im Bereich der Agrar­finanzierung.

Deutsch­land wird darüber hinaus seine Zu­sam­men­arbeit mit Distrikt- und Gemeinde­verwaltungen fortsetzen, um so die Dienst­leis­tun­gen für die Bevölkerung zu verbessern und effizienter zu machen. Dabei soll der Schwer­punkt in Zukunft auf öffentlichem Finanz­management und der Rechen­schafts­legung liegen.

Insgesamt erhält Mosambik für die kommenden zwei Jahre Neuzusagen in Höhe von 108 Millionen Euro.

Kurzlink zu dieser Meldung

Weitere Informationen

BMZ-Presseservice

Journalistinnen und Journalisten können sich hier in den BMZ-Presseverteiler aufnehmen lassen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen

BMZ-Adventskalender 2017

Gewinnen Sie 24 Einblicke in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit und mit etwas Glück eine Überraschung!

Hier geht es zum BMZ-Adventskalender 2017!