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Welt­bank­tagung in Washington D.C.

Thomas Silberhorn fordert konse­quente Umsetzung des Reform­kurses


Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn

10.04.2014 |

 Berlin – Anlässlich der morgen beginnenden Weltbank-Frühjahrs­tagung fordert der Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tär beim Bun­des­minis­ter für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, Thomas Silberhorn, die Welt­bank auf, den begonnenen Re­form­pro­zess konse­quent fort­zu­setzen.

"Entscheidend ist, dass die Weltbank den Weg zu einer sozialen und öko­lo­gi­schen Welt­wirt­schaft weiter verfolgt", sagte Silberhorn. "Unser globales Wirt­schafts­system stößt zunehmend an soziale und öko­lo­gische Grenzen. Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich in vielen Ländern rapide vergrößert. Globali­sie­rung muss daher so gestaltet werden, dass sie den Menschen zugute­kommt und die Belastungs­grenze der Natur respektiert. Die Zukunft der Welt­bank ist eng mit dieser Frage verknüpft."

Um ihre Rolle als führende ent­wick­lungs­po­litische In­sti­tu­tion zu erhalten, hat sich die Bank unter Präsident Jim Yong Kim zwei zentrale Ziele gesetzt. Zum einen soll die extreme Armut bis 2030 welt­weit auf drei Prozent reduziert werden. Zum anderen möchte sie der wachsenden sozialen Un­gleich­heit Grenzen setzen. Die Ziele sind ambi­tio­niert, denn nach eigenen Berech­nungen der Bank wird sich die extreme Armut bis 2030 nur auf acht Prozent verringern, wenn ins­be­son­dere die Industrie- und Schwellen­länder ihren der­zeitigen Kurs bei­behalten. Erforder­lich ist daher ein tief­greifender wirt­schaft­licher, öko­lo­gi­scher und sozialer Wandel, für den sich auch Deutsch­land einsetzt. Es geht vor allem um Klima­schutz, eine saubere Umwelt, Freiheit von Konflikten und Gewalt, aber auch eine stabile globale Finanz­archi­tek­tur und ein faires Welt­handels­system.

Deutsch­land plädiert zudem für ein stärkeres En­gage­ment der Welt­bank­gruppe in den Bereichen Land­wirt­schaft und Er­näh­rungs­siche­rung. Die Stärkung länd­licher Regionen in Ent­wick­lungs­ländern und die Förderung eines nach­haltigen Wachstums im Agrar­sektor ist ein ent­schei­dender Schritt zur Armuts­be­kämpfung.

Die Weltbank ist der wichtigste Geld­geber für Projekte in der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit. Ihre Haupt­aufgabe ist es, die Armut in der Welt zu bekämpfen und zum wirt­schaft­lichen Aufbau und der Förderung von Unter­nehmen in Ent­wick­lungs- und Schwellen­ländern beizutragen. Im Geschäfts­jahr 2013 hat sie 52,6 Milliarden US-Dollar für Projekte in Ent­wick­lungs­ländern zur Verfügung gestellt. Deutsch­land zählt zu den acht größten Anteils­eignern.

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