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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: Photothek.net

09.01.2012
Klimaschutz aktiv vor­an­bringen – Dirk Nie­bel und Gudrun Kopp tref­fen in Chile ein

Der Bundes­minister für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung, Dirk Nie­bel, trifft heute ge­mein­sam mit der Par­la­men­ta­rischen Staats­sekre­tärin im BMZ, Gudrun Kopp, in San­tiago de Chile ein.

Dirk Niebel: "Chile ist ein Erfolgs­modell in mehr­facher Hin­sicht. Die gute wirt­schaft­liche Ent­wick­lung hat dazu ge­führt, dass wir unsere klas­sische bi­la­te­rale Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit zum Ab­schluss brin­gen konnten. Künf­tig wer­den wir noch stärker als 'Part­ner auf Augen­höhe' ge­mein­sam in die Zu­kunft gehen. Vor allem wer­den wir beim glo­balen Klima­schutz eng zu­sam­men­ar­bei­ten. Wir wer­den des­halb unsere Ko­ope­ra­tion in der För­de­rung von er­neuer­baren Ener­gien und Energie­effi­zienz aus­bauen. Dabei tragen wir über Drei­ecks­koope­ra­tionen zu­künf­tig dazu bei, auch weniger ent­wick­elte Län­der in der Region bei der Lösung von Ent­wick­lungs­heraus­for­derungen zu unterstützen."

Die Dele­gation wird dazu morgen ge­mein­sam mit dem chi­lenischen Ener­gie­minister Rodrigo Álvarez das Klein­was­ser­kraft­werk Malla­rauco be­suchen. Dirk Nie­bel: "Mit unseren ent­wick­lungs­politischen Pro­jekten leisten wir aktive Bei­träge zum Klima­schutz welt­weit. Das Klein­wasser­kraft­werk Malla­rauco ist mit deutscher För­de­rung er­baut wor­den. Es ist ein vor­bild­liches Bei­spiel, wie von pri­vater Ini­tiat­ive aus­gehend mit deutsch-chi­le­nischer Finan­zie­rung und deutscher Tech­nik eine umwelt­freund­liche Ener­gie­er­zeu­gung rea­li­siert werden kann."

Im Rahmen des zwei­tägigen Besuchs in Chile sind hoch­rangige Ge­spräche mit chi­le­nischen Regie­rungs­ver­tretern ge­plant, unter anderem mit Außen­minis­ter Moreno und Frauen­minis­terin Schmidt. Zudem stehen Tref­fen mit der Exe­kutiv­sekre­tärin der latein­ameri­ka­nischen Wirt­schafts­kom­mis­sion CEPAL, Alicia Bárcena, sowie mit der deutsch-chile­nischen Aus­lands­handels­kammer und ört­lichen Wirt­schafts­ver­tretern auf dem Programm.

Dirk Niebel: "Durch die stra­te­gische Partner­schaft mit CEPAL ist es in den ver­gan­genen Jahren ge­lun­gen, ent­schei­dende Poli­tik­felder wie die Fiskal­poli­tik in Latein­amerika und der Kari­bik zu unter­stützen. In Zukunft wollen wir auch hier dem Klima­schutz eine noch stär­kere Rolle ein­räumen. An­ge­sichts der guten Investi­tions­bedin­gungen in Chile kön­nen wir dabei die Zu­sam­men­arbeit mit der Wirt­schaft aus­bauen. Eine pros­pe­rie­rende Privat­wirt­schaft ist eine wich­tige Vor­aus­set­zung für Wachs­tum und Wohl­stand, in Chile wie in Deutsch­land. Gerade im Bereich er­neuer­bare Ener­gien und Energie­effi­zienz hat die deutsche Wirt­schaft ein er­heb­liches Poten­tial. Wir haben viel­fäl­tige An­ge­bote und Förder­instru­mente für die Zu­sam­men­arbeit mit der Wirt­schaft ent­wick­elt, die wir auch in Chile ver­mehrt ein­setzen werden."

Nach Besuchen in Haiti, Guate­mala, der Domini­ka­nischen Repub­lik und Bra­si­lien in 2011 sowie El Sal­vador, Boli­vien, Kolum­bien und Peru in 2010 ist dies bereits die fünfte Latein­amerika­reise von Dirk Niebel.

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