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04.02.2012
Hans-Jürgen Beerfeltz: Mexiko ist für uns ein wichtiger globaler Entwicklungspartner
"Mexiko übernimmt zunehmend globale Verantwortung, ist Vorreiter und neuer Geber in der Region. Für Deutschland ist Mexiko deshalb ein wichtiger globaler Entwicklungspartner", erklärte Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz nach seiner Rückkehr aus dem lateinamerikanischen Land. Beerfeltz war für vier Tage in Mexiko, um sich dort über die Fortschritte der deutsch-mexikanischen Entwicklungskooperation zu informieren. Der Staatssekretär führte Gespräche mit hochrangigen Regierungsmitgliedern und traf sich auch mit Vertretern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Außerdem besuchte er Projekte der deutsch-mexikanischen Entwicklungszusammenarbeit.
Thema: G20-Präsidentschaft
Mexikos derzeitige G20-Präsidentschaft war ein wichtiges Gesprächsthema beim Treffen von Staatssekretär Beerfeltz mit Vertretern des mexikanischen Außenministeriums. Beerfeltz begrüßte, dass die mexikanische Regierung das Thema Entwicklung als einen Schwerpunkt auf die G20-Agenda gesetzt hat. "Ein robustes, nachhaltiges und ausgewogenes globales Wachstum ist ohne Einbeziehung der Menschen in den Entwicklungsländern nicht denkbar. Daher muss Entwicklung ein fester Bestandteil der G20-Agenda werden", so der Staatssekretär.
Mexiko als Geberland
Auch die Rolle Mexikos als neuer Geber von Entwicklungsleistungen in der Region und die Unterstützung dieses neuen Engagements durch Deutschland war Gegenstand des Gesprächs mit Vertretern des mexikanischen Außenministeriums. "Mexiko und Deutschland gehören zu den Pionieren auf dem Gebiet der sogenannten Dreieckskooperation. Durch diesen innovativen Ansatz der Zusammenarbeit haben wir gemeinsam mit Mexiko schon wichtige Entwicklungsschritte in der Region anstoßen können", so Beerfeltz. Er würdigte die Fortschritte beim Aufbau der neuen mexikanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (AMEXCID) und sagte Mexiko dafür Deutschlands weitere Unterstützung zu.
Thema: Umwelt- und Ressourcenschutz
Beim Gespräch mit der Vize-Umweltministerin Sandra Herrera stand Abfall- und Altlastenmanagement im Mittelpunkt. Deutschland und Mexiko pflegen eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zu diesen Themen. Im November 2011 haben die mexikanische und die deutsche Regierung vereinbart, die Zusammenarbeit im Bereich des Umwelt- und Ressourcenschutzes auf den Erhalt der Biodiversität auszuweiten. Mexiko gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. "Intakte Ökosysteme haben die größte Widerstandskraft gegen die Folgen des Klimawandels. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist deshalb eine wichtige Investition in die Zukunft", so Beerfeltz.
Von der Schutzwürdigkeit der mexikanischen Wälder konnte sich Beerfeltz beim Besuch eines Biodiversitätsprojekts im Bundesstaat Puebla im Südosten des Landes überzeugen. "Deutschland möchte sich daran beteiligen, diese Region besonders wirksam zu schützen, damit Mexiko die im Rahmen der Biodiversitätskonvention vereinbarten Ziele, 17 Prozent der Landflächen und 10 Prozent der Küsten- und maritimen Gebiete unter Schutz zu stellen, erfüllen kann", erklärte der Staatssekretär nach seinem Rundgang durch das Schutzgebiet.
Thema: Energie
Ein wichtiger Gesprächspartner von Hans-Jürgen Beerfeltz war auch der Generaldirektor des Energietreuhandfonds zur Stromeinsparung (FIDE), Dr. Juan Carreras. Er informierte den Staatssekretär über das Energieeinsparpotenzial in mexikanischen Haushalten und den Einsatz erneuerbarer Energien. Mexikos Energie wird bisher vor allem aus fossilen Brennstoffen gewonnen, obwohl das Land über ein großes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien verfügt. Deutschland unterstützt Mexiko bei der Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen und Fördermechanismen zum Einsatz erneuerbarer Energien und Energieeffizienzmaßnahmen.
Thema: Wirksamkeit
Bei seinen Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft setzte sich Hans-Jürgen Beerfeltz mit Nachdruck dafür ein, bei der deutsch-mexikanischen Zusammenarbeit künftig mehr Synergien zu nutzen: "Die unterschiedlichen Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft und Wirtschaft könnten unter dem gemeinsamen 'Dach' einer Technologieentwicklungspolitik noch besser verzahnt werden und sich gegenseitig ergänzen." Davon verspricht sich der Staatssekretär langfristig mehr Wirksamkeit.
Ein gutes Beispiel für effiziente Zusammenarbeit ist für ihn das neue gemeinsame Büro der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der KfW Entwicklungsbank in Mexiko-Stadt. Bei der Feier zur Eröffnung des Büros sagte Staatssekretär Beerfeltz: "Nach der erfolgreichen Fusion der Durchführungsorganisationen der Technischen Zusammenarbeit zur neuen GIZ ist das gemeinsame Büro von GIZ und KfW im Mexiko ein weiterer Beweis dafür, dass Deutschland Unterstützung 'aus einer Hand' leistet."
Deutscher Beitrag
Deutschland strebt eine strategische Partnerschaft mit seinem globalen Entwicklungspartner Mexiko an. Bei Regierungsverhandlungen im November 2011 hat die Bundesregierung Mexiko für die folgenden zwei Jahre bis zu 118,1 Millionen Euro zugesagt. Mit den Mitteln soll insbesondere auch die neue Zusammenarbeit im Bereich Waldschutz und Biodiversität aufgenommen werden.
Neben dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung engagieren sich in Mexiko noch weitere Ressorts der deutschen Regierung, unter anderem das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesumweltministerium. Alle Ministerien stimmen ihre Zusammenarbeit mit Mexiko intensiv miteinander ab.
Zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das BMZ beispielsweise den deutsch-mexikanischen Masterstudiengang Umwelt- und Ressourcenmanagement/Energie an der Autonomen Universität San Luis Potosí und der Fachhochschule Köln, über den sich der Staatssekretär vor Ort informierte. Innerhalb der Arbeitsschwerpunkte Umwelt und Energie wird so auch das Thema der beruflichen Bildung berücksichtigt.
Reisen
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Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz in Mexiko
06.03.2012
Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz war vom 31. Januar bis zum 4. Februar 2012 in Mexiko und hat sich dort über die Fortschritte der deutsch-mexikanischen Entwicklungszusammenarbeit informiert.
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