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Dirk Niebel: Deutschland zweitgrößter Geber – Entwicklungsleistungen erstmals über 10 Milliarden Euro
04.04.2012 |
Heute hat die OECD die vorläufigen Zahlen für 2011 zur staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, ODA) vorgestellt. Deutschland investierte 2011 erstmals mehr als 10 Milliarden Euro netto für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und ist damit nach den USA zweitgrößter Geber.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel erklärte dazu in Berlin: "Die OECD-Zahlen belegen den Erfolg unserer Entwicklungspolitik. Mit 0,4 Prozent haben wir 2011 die höchste ODA-Quote seit der Wiedervereinigung. Ich freue mich, dass wir trotz der effektiven Konsolidierung des Bundeshaushaltes mehr Mittel in die Entwicklungspolitik investieren und damit unserer Verantwortung in der Welt gerecht werden. Bei einer wachsenden Wirtschaftsleistung und einem insgesamt fast konstanten Bundeshaushalt ist das eine enorme Leistung der deutschen Steuerzahler. Aber es geht eben nicht nur um die finanziellen Leistungen: Wir haben die deutsche Entwicklungspolitik mit der Vorfeldreform schlagkräfter aufgestellt. Wir tragen auf internationaler Bühne aktiv zum Agenda Setting bei, zum Beispiel, indem wir uns für eine stärkere Wirkungsorientierung einsetzen. Und wir mobilisieren zusätzliche Mittel durch innovative Finanzierungsinstrumente und die Einbeziehung der Wirtschaft, um den deutschen Steuerzahler zu entlasten."
2009 hatte die deutsche ODA-Quote noch bei 0,35 Prozent gelegen. Seitdem wurden die Netto-ODA-Leistungen um fast 2 Milliarden Euro auf nun 10,45 Milliarden Euro erhöht. Dirk Niebel: "Ich ahne bereits jetzt, dass die Opposition diesen Erfolg nicht anerkennen wird, obwohl gerade sie ihre Chance bis 2009 nachweislich nicht genutzt hat!"
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte angekündigt, dass die Bundesregierung an ihrem Ziel festhält, bis 2015 eine Quote von 0,7 Prozent am Bruttonationaleinkommen für Entwicklungszwecke einzusetzen.
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