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Die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp. Urheberrecht: Torsten George

20.10.2011
Kopp sichert Indien weitere Unter­stüt­zung bei Reform­anstrengungen zu

Die Parlamentarische Staats­sekretärin im BMZ, Gudrun Kopp, hat im Rahmen der "Gemein­samen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE)" in Berlin die jüngsten entwick­lungs­politischen Erfolge der indischen Regierung bei der Armuts­bekämpfung und die Reform­schritte zugunsten benach­tei­ligter Bevölkerungs­gruppen wie Frauen, Kinder, Dalits (also die Niedrig­kastigen oder Kasten­losen) und Indigenen gewürdigt.

Kopp sagte: "Mit wirtschafts­politischen Reformen und zahl­reichen Pro­grammen zum Infra­struktur­ausbau, zur länd­lichen Be­schäf­ti­gung oder zur Ver­besserung der Gesund­heits­ver­sorgung der Armen ist der Grund­stein dafür gelegt worden, die sozialen und wirt­schaft­lichen Gegen­sätze im Land ab­zu­bauen. Wir werden diese indische Politik des 'inclusive growth' im Rahmen der deutsch-indischen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit auch weiterhin unterstützen."

Kopp verwies beispiel­haft auf laufende deutsch-indische Pro­gramme und Projekte zum Ausbau der Strom­versorgung durch die stärkere Nutzung erneuer­barer Energien, zur sozialen Siche­rung der Be­schäf­tig­ten im informellen Sektor und zur Anpassung an den Klima­wandel, die sowohl zur Armuts­bekämpfung als auch zum Aufbau dringend benötigter Struk­turen im Land beitrügen.

Die Parla­men­tarische Staats­sekretärin würdigte zudem die Arbeit von Kirchen und Nicht­regierungs­organi­sa­tionen: "Ergänzend zu unserer bilateralen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit gerade im Be­reich der Men­schen­rechte und der Stär­kung der Zivil­gesell­schaft leisten sie wert­volle eigen­ständige und wirkungs­volle Beiträge. Das BMZ wird auch in Zukunft die Akti­vi­täten der Kirchen und Nicht­regierungs­organi­sa­tionen in den Bereichen Armuts­be­kämpfung und 'Empower­ment' in Indien finanziell und politisch fördern."

Zu den künftigen Heraus­forderungen sagte Gudrun Kopp: "Wir müssen gemein­sam über­legen, wie wir noch kohärenter und effizienter zum Wohle der­jenigen Menschen in Indien handeln können, die ausge­grenzt sind und bisher noch nicht von den Ent­wick­lungs­erfolgen der letzten Jahre parti­zi­pieren konnten. Indien wird mehr und mehr als eigener ent­wick­lungs­poli­ti­scher Geber in Er­schei­nung treten. Wir sind daher gut beraten darüber nach­zu­denken, wie unser künftiges Engage­ment in und auch mit Indien aussehen kann."

Die indisch-deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit verläuft sehr vertrauens­voll und erfolg­reich in den Schwer­punkt­bereichen Umwelt, Energie und Nach­haltige Wirt­schafts­entwicklung. In den Regierungs­verhandlungen 2010 wurden dem Partner­land 483,5 Millionen Euro aus dem Bundes­haushalt neu zuge­sagt. Indien gehört für die deutsche Ent­wick­lungs­politik zu den globalen Ent­wick­lungs­partnern, denen eine Schlüssel­rolle bei der Lösung der zentralen Ent­wick­lungs­fragen der Gegen­wart zukommt. Trotz aller wirt­schaft­lichen und politischen Erfolge der letzten Jahre ist Indien gekenn­zeichnet durch die Struktur­probleme eines Ent­wick­lungs­landes, in dem mehr als 450 Millionen Menschen nach Angaben der Welt­bank von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag unter­halb der absoluten Armuts­grenze leben müssen.

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