Hauptinhalt

Meldungen

Bauer bei der Arbeit auf seinem Feld in Sambia. Urheberrecht: Guy Oliver/IRIN

30.11.2011
Regierungsverhandlungen mit Sambia erfolgreich abgeschlossen

Deutschland und Sambia haben am 30. November 2011 erfolg­reich die ent­wick­lungs­po­li­tischen Ver­hand­lungen in Lusaka, Sambia, ab­ge­schlossen. Es wurden Mittel in Höhe von ins­ge­samt 74 Millionen Euro für die Fort­setzung der bi­lateralen Ent­wick­lungs­zu­sammen­arbeit in den nächsten drei Jahren zu­ge­sagt. Darüber hinaus wird Sambia erst­malig von Mitteln aus dem Son­der­ver­mögen Energie- und Klima­fonds profitieren.

Sambia hat seit dem friedlichen Übergang zur Mehr­parteien­de­mo­kratie 1991 eine beachtliche de­mo­kra­tische und wirtschaftliche Ent­wicklung durch­laufen. Deutschland würdigte den beispiel­haften friedlichen Macht­wechsel nach den freien und trans­pa­ren­ten Wahlen im September 2011 als weitere Stärkung der sambischen Demokratie, begrüßte die Bestrebungen der neuen Regierung, die Bekämpfung von Armut und Korruption in den Vordergrund zu stellen und sagte hierfür Unterstützung zu.

Trotz des enormen wirtschaftlichen Potenzials ins­be­son­dere in den Bereichen Bodenschätze, natürliche Ressourcen, Land­wirt­schaft und Tourismus zählt Sambia weiter zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Mittelpunkt der ent­wick­lungs­politischen Zu­sam­men­arbeit steht daher die Frage, wie es gelingen kann, das enorme Potenzial Sambias für die Entwicklung des Landes deutlich besser nutzbar zu machen.

Deutschland unterstützt Sambia bereits seit mehr als 40 Jahren. Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie die För­de­rung von guter Regierungsführung, insbesondere durch die Unter­stützung des Dezentralisierungsprozesses und die För­de­rung von Bürgerbeteiligung an Re­form­pro­zessen. Darüber hinaus wird die Unterstützung der sam­bi­schen Armuts­be­kämpf­ungs­strategie durch die Ge­währung allgemeiner Budget­hilfe fort­ge­setzt, be­gleitet von weiteren Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Finanzwesens sowie der inländischen Rechen­schafts­legung.

Die deutsche Unterstützung setzt vor allem auf zu­neh­men­de Eigen­ver­antwortung von sambischem Staat und sambischen Bürgern in der Überwindung der bestehenden Heraus­for­de­rungen. Im Vordergrund stehen wird zukünftig daher noch mehr die Mo­bi­li­sie­rung von eigenen Ressourcen durch die sambische Regierung. Hierzu wurde unter anderem eine Unterstützung der sambischen Steuerbehörde vereinbart.

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen