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Ali Jarbawi (Palästinensischer Minister für Planungs- und Verwaltungsentwicklung, links) und Andreas Gies (Ministerialrat, Leiter BMZ-Unterabteilung Naher Osten, links). Urheberrecht: BMZ

31.05.2011
Deutsch-palästi­nen­sische Re­gie­rungs­ver­hand­lungen in Berlin

In Berlin sind heute die dies­jährigen deutsch-palästinensischen Regierungs­ver­handlungen über die ent­wick­lungs­poli­tische Zu­sam­men­arbeit zu Ende ge­gan­gen. Im Mit­tel­punkt der Ver­hand­lungen stand das gemein­same Engage­ment zur Ver­bes­se­rung der Was­ser­ver­sor­gung und Ab­was­ser­ent­sor­gung in den Palästi­nen­sischen Gebieten.

Dirk Niebel, Bundesminister für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Entwick­lung: "Wir unter­stützen die Palästi­nen­sische Auto­no­mie­be­hörde beim Auf­bau leistungs­fähiger kom­mu­naler Struk­turen. Ziel ist eine trans­pa­rente und demo­kra­tische Ver­wal­tung. Ef­fek­tive staat­liche Struk­turen in den Palästi­nen­sischen Ge­bie­ten sind eine der Vor­aus­set­zungen für eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten. Nur so kann das Ver­trauen der Bürger in ihre Ver­wal­tung ge­stärkt und gleich­zeitig die Grund­lage für eine spätere Staats­bil­dung ge­schaf­fen werden."

Dirk Niebel weiter: "Die innerpalästinensische Aus­söhnung unter Präsident Abbas kann dabei ein wesent­licher Beitrag zur Reali­sie­rung einer Zwei-Staaten-Lösung sein. Ein­sei­tige Schritte von israelischer oder palästi­nen­sischer Seite sind dazu keine Alter­na­tive. Ich er­warte von einer neuen paläs­ti­nen­sischen Re­gie­rung, dass sie die ehr­geizige Reform­agenda von Premier­minister Fayyad fortsetzt."

Weltbank, IWF und die Vereinten Nationen hatten der Palästi­nen­sischen Auto­no­mie­be­hörde im April dieses Jahres be­acht­liche Fort­schritte bei der Re­form der öffent­lichen Ver­wal­tung und beim Auf­bau staat­licher Struk­turen be­schei­nigt. Anfang Mai hatten Hamas und Fatah in Kairo eine Über­ein­kunft zur Be­en­di­gung der seit Juni 2007 be­stehenden inner­palästi­nensischen Spal­tung unterzeichnet.

Deutschland ist mit seiner Unter­stützung im palästi­nensischen Was­ser­sek­tor füh­rend und kann in diesem Be­reich be­acht­liche Er­folge nach­weisen. Durch den deutschen Beitrag werden bis zum Jahr 2015 ins­be­son­dere die Kapa­zi­täten zur Ab­was­ser­samm­lung und -reinigung in Gaza und in der West­bank er­heb­lich er­wei­tert. Hier­von wer­den rund 1,2 Mil­lionen Menschen profi­tieren. Die deutsch-palästi­nen­sische Zu­sam­men­ar­beit kon­zen­triert sich außer­dem auf die För­de­rung der wirt­schaft­lichen Ent­wick­lung, zum Bei­spiel durch die Unter­stützung von kleinen und mittleren Unter­nehmen und durch Bera­tungs­maß­nahmen, mit denen das palästi­nen­sische Berufs­bil­dungs­system stärker mit den Be­dürf­nissen des Arbeits­marktes verzahnt wird.

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