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21.06.2011
Gudrun Kopp reist nach Marokko
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp, besucht vom 21. bis 25. Juni Marokko.
"Der ‚arabische Frühling’ hat die ganze Region erfasst. Auch die Menschen in Marokko setzen sich couragiert für mehr Demokratie, mehr Rechtsstaatlichkeit und eine größere Beteiligung der Zivilgesellschaft ein. Ich möchte die marokkanische Regierung zu weiteren politischen und wirtschaftlichen Reformen ermutigen", sagte Kopp vor ihrer Reise, während der sie Gespräche mit hochrangigen Regierungsvertretern aus dem marokkanischen Außen-, Finanz- und Energieministerium führen wird.
Ein wichtiges Anliegen ist Gudrun Kopp im Zusammenhang mit dem demokratischen Aufbruch des Landes auch die Arbeit der deutschen politischen Stiftungen. Sie leisten in Marokko einen wichtigen Beitrag zum Dialog über gute Regierungsführung und politische und wirtschaftliche Reformen.
Erneuerbare Energien können Marokkos Zukunft sichern
Marokko gilt als regionaler Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Nutzung regenerativer Energieressourcen sowie die Verbesserung der Energieeffizienz gehören zu den Schwerpunkten der marokkanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Gudrun Kopp wird sich vor Ort umfassend über das Thema informieren. Durch die geographische Lage des Landes zwischen Atlantik und Sahara ist vor allem das Potenzial der Windkraft und der Sonnenenergie enorm. Die Regierung hat sich bis 2020 ehrgeizige Ziele für die Nutzung dieser unbegrenzt vorhandenen Energiequellen gesetzt. Langfristig könnte Marokko – das bislang fast vollständig auf Importe von Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Gas angewiesen ist – dadurch nicht nur den eigenen Strombedarf decken, sondern sogar Elektrizität exportieren.
Gudrun Kopp begrüßt die ambitionierten Pläne der marokkanischen Regierung: "Erneuerbare Energien sind eine große Chance für Marokko, wirtschaftliche Entwicklung, Unabhängigkeit von Energieimporten und Klimaschutz gleichzeitig zu erreichen. Mit meinem Besuch möchte ich ein Signal für die große entwicklungspolitische Bedeutung erneuerbarer Energien setzen."
Während ihrer Reise werden die Parlamentarische Staatssekretärin und ihre Delegation auch Projekte der marokkanisch-deutschen Entwicklungskooperation im Energiesektor besuchen. Auf dem Programm stehen die Besichtigung eines Windparks in Tanger, der mit deutscher Unterstützung gebaut worden ist und der Besuch eines Dorfes, das mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet wurde. In der Marokkanischen Agentur für Solarenergie (MASEN) wird sich Gudrun Kopp außerdem über den Solarplan der Regierung und den Bau eines Solarkraftwerks in Ouarzazate, einer Provinzhauptstadt im Süden Marokkos, informieren. Das Kraftwerk wird teilweise durch deutsche Mittel finanziert.
Hintergrund: Deutschlands Entwicklungszusammenarbeit mit Marokko
Marokko ist ein wichtiger Partner der Zusammenarbeit Deutschlands mit der Region Nahost/Nordafrika. Die marokkanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit bettet sich in die Gesamtstrategie des BMZ für die Region ein und hat engen Bezug zu der Entwicklungsstrategie der EU für Marokko. Sie konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Nutzung und Management von Wasserressourcen, Umwelt und Klimawandel sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Die Bundesrepublik hat Marokko dafür für die Jahre 2010 und 2011 insgesamt 131 Millionen Euro zugesagt.
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