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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: Photothek.net

21.06.2011
Dirk Niebel und Andris Piebalgs in Bangladesch eingetroffen

Bundesentwicklungs­minister Dirk Niebel und EU-Ent­wick­lungs­kom­missar Andris Piebalgs sind am gestrigen Abend in Dhaka ein­getroffen. Bangladesch ist nach Pakistan und Afghanistan die dritte und letzte Station ihrer ge­mein­samen Süd­asien­reise. Im Rahmen des dreit­ägigen Auf­ent­halts sind hoch­rangige politische Ge­spräche und Be­suche in Vor­haben der deutsch-bang­la­desch­ischen Ent­wick­lungs­ko­opera­tion geplant.

Zum Auftakt traf Dirk Niebel mit der Premier­ministerin von Bangladesch, Sheikh Hasina, zusammen. Er sagte nach dem Treffen: "Bangladesch ist ein aufstrebendes Ent­wicklungs­land. Ich bin beeindruckt von den Erfolgen der letzten Jahre. Armut und Kinder­sterb­lichkeit gehen zurück, das Wirt­schafts­wachstum ist seit 20 Jahren stabil. Ziel meines Besuchs ist, unsere Partner zu er­mutigen, Reformen weiter voran­zu­treiben und auf gute Re­gierungs­führung zu setzen, um das große Ent­wick­lungs­potenzial Bangladeschs in Wert zu setzen. Dafür sichere ich die weitere Unter­stützung der Bundes­regierung zu."

Neben hochrangigen politischen Gesprächen werden Dirk Niebel und Andris Piebalgs auch Vertreter der Zivilgesellschaft des südasiatischen Landes treffen. Dirk Niebel: "Bangladesch ist international bekannt für seine lebhafte Szene an Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen. Ich möchte die Gespräche nutzen, um mich auch mit der Zivilgesellschaft über Fortschritte und Heraus­forde­rungen bei der Ent­wicklung des Landes auszutauschen."

Im Rahmen des Besuchs stehen auch zahlreiche Projekt­be­sichti­gungen auf dem Programm. Als wichtige Geber engagieren sich Deutschland und die Europäische Union unter anderem für ver­besserte Sozial- und Umweltstandards in der Textilproduktion, andere Themen werden die Verbreitung erneuerbarer Energien, Bildung und Gesundheit sein.

Deutschland unterstützt Bangladesch seit seiner Un­ab­hängigkeit. Die Schwer­punkte der ent­wick­lungs­politischen Zu­sammen­arbeit liegen in der Ver­breitung er­neuer­barer Energien und Steigerung der Energie­effizienz, der ver­besserten Ge­sund­heits­ver­sorgung und der Unter­stützung für gute Regierungs­führung und die Ein­haltung der Menschenrechte.

Auf der Reise werden Niebel und Piebalgs auch von Vertretern der deutschen Wirtschaft begleitet.

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