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02.12.2011
Regierungsverhandlungen mit Burkina Faso erfolgreich abgeschlossen
Vom 30. November bis 01. Dezember 2011 fanden in Ouagadougou die entwicklungspolitischen Regierungsverhandlungen zwischen der Republik Burkina Faso und der Bundesrepublik Deutschland statt. Dabei wurden für einen Zeitraum von drei Jahren Mittel von insgesamt 82 Millionen Euro für die Entwicklungszusammenarbeit in den Schwerpunktbereichen Dezentralisierung, Ernährungssicherung und Landwirtschaft sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung zugesagt. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Burkina Faso im Bereich Gesundheit und Menschenrechte.
Burkina Faso liegt in der häufig von Dürren und Hungersnöten betroffenen Sahelzone. Auf dem UN-Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index 2010) nimmt Burkina Faso mit Rang 161 von 169 einen der hintersten Plätze ein. Die geringe Basis an natürlichen Ressourcen und ein hohes Bevölkerungswachstum von 3,1 Prozent stellen bedeutende Hindernisse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung des Landes dar. Vor allem die Armutsbekämpfung und die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung stellen das Land beständig vor große Herausforderungen.
Die burkinische Regierung verfolgt das Ziel, trotz der schwierigen klimatischen Voraussetzungen des Landes die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln auf Dauer sicherzustellen. Im Rahmen der deutsch-burkinischen Entwicklungszusammenarbeit werden im Schwerpunkt Ernährungssicherung und Landwirtschaft gezielt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gefördert. Durch diese Unterstützung können sie einerseits ihre Produktion steigern und ihr Einkommen verbessern und andererseits die Grundlage für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung in Burkina Faso schaffen.
Neben der Landwirtschaft birgt auch die Dezentralisierung großes Potenzial für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Burkina Fasos. Deutschland unterstützt den Dezentralisierungsprozess durch den Aufbau eines kommunalen Entwicklungsfonds, der langfristig Investitionen in die soziale Infrastruktur der Kommunen, wie den Bau von Schulen, Gesundheitsstationen oder Rathäusern, ermöglicht.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungskooperation mit Burkina Faso ist der Bereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Neben der Beratung der nationalen Wasser- und Abwasserbehörde werden im Programm zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung in kleinen und mittleren Städten die Kommunen in ihrer Rolle als Entscheidungsträger beraten und gefördert.
Große Erfolge in der bisherigen Entwicklungszusammenarbeit konnten bereits bei der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) erzielt werden. Im afrikanischen Vergleich hat das politische Engagement Burkina Fasos zur Überwindung von FGM Modellcharakter. Burkina Faso war eines der ersten afrikanischen Länder, das 1996 ein Gesetz gegen FGM erlassen hat. Seitdem ist die Anzahl der von Genitalverstümmelung betroffenen Mädchen und Frauen kontinuierlich gesunken.






