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07.08.2011
Kranzniederlegung am Mahnmal von Srebrenica
Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist im Rahmen seiner Südosteuropareise in Bosnien-Herzegowina eingetroffen. Er besucht heute zunächst die Stadt Srebrenica im äußersten Osten, den Ort des schrecklichen Massakers von 1995. Unter Führung des vor kurzem verhafteten serbischen Generals Ratko Mladic waren dort binnen weniger Tage über achttausend Männer und Jugendliche ermordet worden. Dirk Niebel wird einen Kranz am Mahnmal niederlegen und den Opfern gedenken. Anschließend wird er das in der Stadt gelegene Jugendzentrum besuchen, das sich im Laufe der Jahre zu einer Jugend-Begegnungsstätte mit europaweiter Ausstrahlung entwickelt hat.
Dirk Niebel: "Von dem Mahnmal und dem Friedhof geht eine klare Botschaft aus: Ein Massaker wie das von Srebrenica darf sich niemals wiederholen. Bosnien muss seine ethnischen Spannungen überwinden. Ich fordere daher die bosnische Politik auf, ethnische Spannungen nicht mehr für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Ich setze große Hoffnungen auf die junge Generation. Das Jugendzentrum von Srebrenica ist ein Hoffnungszeichen dafür, dass es zukünftig weniger bedeutend sein wird, ob jemand Bosnier, Kroate oder Serbe ist. Hoffentlich wird in Zukunft der Name Srebrenica nicht nur mit dem Wort 'Massaker', sondern auch mit dem Begriff 'Versöhnung' in Verbindung gebracht."
Im weiteren Verlauf der Reise stehen politische Gespräche in Sarajewo sowie Besuche von Vorhaben der deutsch-bosnischen Entwicklungszusammenarbeit an. Die entwicklungspolitische Kooperation mit Bosnien-Herzegowina konzentriert sich auf den Ausbau der Energieversorgung, vor allem in den Bereichen Wind- und Wasserkraft. So unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Errichtung eines Windparks.






