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13.10.2010
Konferenz: Wer ernährt die Welt?

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp (links), bei der Konferenz "Wer ernährt die Welt?". Urheberrecht: Misereor / Barbara WiegardAm 13.10.2010 luden Misereor, Germanwatch und die Arbeits­gemein­schaft bäuerliche Land­wirt­schaft zu einer Konferenz unter dem Titel: "Wer ernährt die Welt? Die Europäische Agrar­politik und Hunger­bekämpfung in Entwicklungs­ländern – ein Widerspruch?" ein. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp, und ein Vertreter der EU-Kommission, Leonard Mizzi, eröffneten die Konferenz mit einer Podiums­diskussion. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung kamen unter anderem aus NROs und Partnerländern.

In ihrem Beitrag betonte Gudrun Kopp, dass Investitionen in die Landwirtschaft und die Entwicklung ländlicher Räume in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt worden seien. Für die neue Leitung habe die Thematik Priorität. Der ländliche Raum werde wieder in den Mittelpunkt der BMZ-Politik gerückt. Essentiell sei, in den Partnerländern die politischen, wirtschaft­lichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, indem beispielsweise durch die Stärkung von Eigentumsrechten Kleinbauern vor Landraub besser geschützt werden. Weiterhin müsse zur Entfaltung privatwirtschaftlicher Initiative der Zugang zu Finanz- und Versicherungs­dienstleistungen sichergestellt werden. Von entscheidender Bedeutung sei zudem, die internationalen Spielregeln zu ändern. Frau Kopp wies in diesem Zusammenhang auf das Kohärenzproblem zwischen den verschiedenen Politikfeldern hin.

Parlamentarische Staatssekretärin Kopp: "Es kann nicht sein, dass Entwicklungsländer durch Handelshemmnisse und Marktzutrittsverbote mehr Geld verlieren, als ihnen durch die Entwicklungszusammenarbeit zugeführt wird. Die neue Bundesregierung setzt sich dafür ein, zügig und entwicklungs­orientiert die WTO-Verhandlungen abzuschließen und in diesem Rahmen die EU-Agrarexportsubventionen abzuschaffen."

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