Hauptinhalt

Meldungen

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Urheberrecht: Anika Gensicke

06.10.2010
Minister Niebel: Biodiversitätserhalt und Klimaschutz sind unverzichtbarer Beitrag zu Armutsbekämpfung

Die deutsche Bundesregierung hat ihre Entschlossenheit zur Förderung von Biodiversität und Klimaschutz bekräftigt. Auf dem CDU/CSU-Kongress "Der Ast, auf dem wir sitzen, ... Vor den VN-Gipfeln in Japan und Mexiko – Entscheidungen für biologische Vielfalt und Klima" am 6. Oktober in Berlin unterstrichen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Entwicklungsminister Dirk Niebel sowie Umweltminister Norbert Röttgen die große Bedeutung des Schutzes der biologischen Vielfalt sowie des Klimas.

Minister Niebel betonte den engen Zusammenhang zwischen Biodiversitätserhalt, Klimawandel, Armutsbekämpfung und Verteilungsgerechtigkeit: "Armut ist Ursache für Bio­di­versi­täts­verlust und zugleich dessen Resultat. Armut zwingt die Menschen, die knappen natürlichen Ressourcen zu übernutzen. Diese Übernutzung aber führt zu weiterer Zerstörung und dies zu noch mehr Not: Es ist ein fataler Teufelskreis. Durch den vorrangig von Industrieländern verursachten Klimawandel, der vor allem die Entwicklungsländer des Südens trifft, werden Bio­di­ver­sitäts­verlust und Armut verstärkt. Der Einsatz für Biodiversitätserhalt und Klimaschutz im Rahmen der deutschen Entwicklungspolitik ist deshalb unverzichtbarer Beitrag zu Armutsbekämpfung und Verteilungsgerechtigkeit."

Bundesentwicklungsminister Niebel gab zudem Auskunft über den Stand der Umsetzung der von Bundeskanzlerin Merkel im Mai 2008 gemachten Zusage. Die Kanzlerin hatte auf der letzten Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zugesagt, Deutschland werde von 2009 bis 2012 insgesamt 500 Millionen Euro zusätzlich für den weltweiten Schutz von biologischer Vielfalt und von Wäldern zur Verfügung stellen. Das Bundesentwicklungsministerium hat daraufhin im Jahr 2009 seine Zusagen für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf über 210 Millionen Euro erhöht. Die Steigerung um mehr als 50 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr ist ein erster wichtiger Meilenstein für die Umsetzung dieser Zusage. Weitere Steigerungen sind vorgesehen, so dass die Zusage bis 2012 vollständig umgesetzt sein wird.

Diese Mittel werden derzeit in über 30 Partnerländern wirksam und effizient eingesetzt, unter anderem für Maßnahmen zum Management von Schutzgebieten, für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern und anderen Ökosystemen, Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und Verbesserung der Agrobiodiversität.

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen