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04.11.2010
Staatssekretär Beerfeltz: Klimaschutz als Chance begreifen
Klimaschutz als Chance zu begreifen, als Wettbewerbsmotor für neue Technologien und auch als Wachstumsmarkt in den Entwicklungsländern – das waren die Kernbotschaften des Staatssekretärs im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Jürgen Beerfeltz, bei der KfW/GTZ-Abschlussveranstaltung zum Jahresthema "Vielfalt – Impuls für Entwicklung" am Donnerstag in Bonn. "Gerade in Entwicklungsländern bietet es sich an, privates Kapital und die Expertise der Wirtschaft, insbesondere auch der kleinen und mittleren Unternehmen, im Interesse Aller stärker für die deutsche Entwicklungspolitik zu nutzen", sagte Beerfeltz.
Beerfeltz begrüßte zugleich die Initiative von GTZ und KfW, erstmals ein gemeinsames Jahresthema gewählt zu haben: "Ein gemeinsames Jahresthema ist ein wichtiger Schritt zu mehr Abstimmung." Dies sei kein Selbstzweck, sondern diene der Ergebnisorientierung. "Mehr Abstimmung bedeutet bessere, wirksamere Entwicklungszusammenarbeit."
Das Jahresthema "Vielfalt" war von der Auftaktveranstaltung Ende Februar in Berlin zur biologischen Vielfalt bis zur Abschlussveranstaltung in Bonn zum Thema Klimapolitik von Umweltthemen geprägt. Der Staatssekretär sagte: "Biodiversität und Klimaschutz hängen eng zusammen. Wir können die biologische Vielfalt auf diesem Planeten nur bewahren, wenn wir die klimatischen Bedingungen erhalten."
Er wies darauf hin, dass das BMZ den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel mit Haushaltsmitteln von über einer Milliarde Euro fördert. Da laut UN-Berechnungen der Privatsektor in Zukunft über 80 Prozent der für Klimaschutz notwendigen Finanzmittel aufbringen muss, wird die Bedeutung privater Investoren aus Industrie- und Entwicklungsländern in Zukunft noch weiter steigen. Das BMZ unterstützt das Engagement der Wirtschaft in Entwicklungsländern, unter anderem durch die Einrichtung der Servicestelle Wirtschaft und die Entwicklungsscouts zur Beratung der Wirtschaftsverbände sowie den Ausbau der Entwicklungspartnerschaften mit der Privatwirtschaft.






